Kühlboxen Vergleich & Ratgeber 2020

Camping, Picknick oder Open-Air-Festival ohne Kühltasche? Undenkbar! Als Kühlschrank für unterwegs mit im Gepäck können die praktischen Helfer mehr als nur Getränke kühlen: Sie schützen Einkäufe, Babynahrung und sogar sensible Arzneimittel bei hohen Außentemperaturen. Welche Kühltasche die richtige ist, hängt davon ab, was und für wie viele du planst. Doch worauf kommt es genau an? 

Was gibt es alles?

Klettern, Campen, mit dem Rad durch die Stadt, einfach draußen unterwegs sein – die Kühltasche ist immer mit dabei. Es gibt sie für zahlreiche spezielle Bedürfnisse und in unterschiedlichsten Preiskategorien – je nach Material, Volumen und Kühltechnik. Im Prinzip stehen drei Typen zur Wahl: passiv, aktiv und Kühlbox.

 

Allen gemeinsam: Alles, was geschleppt sein will, muss sich schlank machen, sprich so klein und leicht wie möglich bei maximalem Wirkungsgrad sein. Als Diabetiker auf Insulin angewiesen? Als stillende Mutter Milch für das Baby abpumpen und gesund für später frischhalten? Clevere Hersteller moderner Kühltaschen-Systeme haben für jede Anforderung die passende Idee – in jeder Größe und Ausstattung. Von Minis mit 20 x 20 cm für kleine Getränkeflaschen bis zu großen Kühltaschen mit zahlreichen Fächern und Volumina von 40 Litern und mehr. 

Passive Kühlboxen

Standort nach Lust und Laune wählen? Falls kleine Abstriche bei der Kühldauer kein Problem sind, bieten sich Kühltaschen mit passiven Kühlelementen als flexible Option an. Hier sorgen Kühlakkus oder Kühlkissen mit einem Innenleben aus speziellem Kühlgel für langanhaltende Kühleffekte. Produkte mit weich gerundeten Kanten machen das Handling extra angenehm, bei vielen Kühlakkus sind Kühlleistung bzw. Kühldauer auf der Hülle angegeben. Wunder solltest du bei passiver Kühlung jedoch nicht erwarten: Selten werden Temperaturen unter 0° C erreicht.

 

Gute Isolierung aus EPE-Schaum und Kälte abschirmender (weil nicht wärmeleitender) Alufolie sorgt dafür, dass die Temperatur für zwei bis vier Stunden schön niedrig bleibt. Und so geht's: Kühlakkus im Eisfach gefrieren, Kühltasche mit Lebensmitteln füllen und die Kühlelemente anschließend oben auflegen, denn kühle Luft sinkt ab, warme steigt auf. Wie viele sind nötig? Die Faustregel lautet: Ein Viertel Kühlakkus, drei Viertel Inhalt. Je größer das Volumen deiner Kühltasche, desto mehr Akkus brauchst du. Für Ordnung sorgen geräumige Innenfächer, Trennwände zum Herausnehmen und diverse Außentaschen, um Utensilien von Besteck bis Schlüsselbund griffbereit zu verstauen. 

Pro
  • freie Standortwahl
  • geringer Energieverbrauch dank Kühlakkus
  • langanhaltende Kühlung
  • diverse Innen- und Außenfächer

Nimm mich huckepack! Gern, wenn sich Schulter- und Tragegurte leicht verstellen lassen und, weil weich ummantelt, angenehm in der Hand liegen. Nicht nur Wanderproviant reist im Kühlrucksack, auch der Mittagssnack bei der Arbeit im Freien oder Pausenbrote. Kühltaschen, aus denen du direkt trinken kannst? Auch das! Andere Modelle begleiten als federleichte, flexible Strandtasche mit Kühlfach an den Baggersee: Obwohl hier ein Plastikprofil die Form der Tasche bewahrt, lässt sich diese am Ende eines langen Badetages trotzdem platzsparend falten.

 

Aber, was ist das denn? Nein, kein Tragekorb, sondern eine stylische Cooler-Bag mit Henkeln und stabilem Boden: Um die 500 Gramm leicht fassen diese passiven Kühltaschen um die 20 Liter – bereit, mit Kühlpads oder Kühlakkus genutzt zu werden. Im Sinne idealer Kühlleistung wird Isolierung großgeschrieben: Durch Thermofutter, gut schließenden Deckel und/oder Zweiwege-Reißverschluss, der die Luft dort hält, wo sie hingehört – innen.  

Aktive Kühlboxen

Aktive Kühltaschen sind elektrische Kühltaschen mit robuster Außenhülle, ideal für die Reise und anhaltende Kühlung unterwegs. Ihr Geheimnis: Thermoelektrische Kühlelemente. Funktionalität, die sich nicht zuletzt in Preis und Eigengewicht dieser Lösung bemerkbar macht. Eine der möglichen Varianten heißt 12-Volt-Peltier-System. Hier leitet der Kühlkörper die Wärme nach außen ab – effizient bis zu einer gewissen Außentemperatur. Absorber-Systeme dagegen nutzen Kondensator und Kältemittel, was diese Kühltaschen im Vergleich zu Peltier-Modellen unabhängiger von der Außentemperatur macht. Gut, wenn diese aktiven Taschen nicht nur leistungsstark, sondern auch flüsterleise arbeiten.

 

Zum Beispiel, wenn du zwischendurch ein paar Getränke gekauft hast, um sie später am Zielort kalt zu genießen. Per 12-Volt-Anschluss über Zigarettenanzünder an die Autobatterie angedockt, macht deine aktive Kühltasche den Job während der Fahrt. Keine Kühlakkus, keine Vorbereitungen, sondern konstantes Kühlen auf 10 bis 15 Grad unter Außentemperatur. Schon zwischendurch einen Schluck nehmen? Produkte, die mitdenken, haben eine kleine Klappe am Deckel bzw. ein Tür in Tür Getränkefach: Einfach Flasche entnehmen, während der Rest der Kühltasche geschlossen und damit schön kühl bleibt. 

Pro
  • robuste Außenhülle
  • Kühlleistung unabhängig von der Außentemperatur
  • konstantes Kühlen bis 15 Grad unter Außentemperatur
  • Produkte mit Tür in Tür Getränkefach
  • Stromversorgung via Zigarettenanzünder
  • keine Vorbereitung, weil ohne Kühlakkus

Kühlbox - Die Schale macht's

Hochwertige Kühlboxen sind ganz besonders robust, aber – wie alle guten Kühltaschen – stets leicht zu bedienen, ob 6 oder 60 Liter. Ihr festes Material isoliert nicht nur ausgezeichnet, sondern punktet auch mit Reinigungsfreundlichkeit: Einfach feucht auswischen, sauber. Ein Konzept, das außerdem dazu einlädt, verwendete Kühlakkus zusätzlich durch Eis aufzustocken. Wie Kühltaschen sind auch Kühlboxen mit aktivem Kühlsystem zu haben: Mit integriertem Kompressor, Absorber oder als Peltier.

 

Die ein wenig schwereren Kühlboxen mit Absorber folgen dem Prinzip der Absorptionskälte. Hier zeichnet Ammoniak in unterschiedlichen Aggregatzuständen für die gewünschte Innentemperatur verantwortlich, ausreichende Entlüftung und Standplatz auf ebener Fläche vorausgesetzt. Effizienter: Kühlboxen mit Kompressor und Kühlmittelkreislauf, die den Boxinhalt unabhängig von der Umgebungstemperatur bis auf zweistellige Minusgrade herunterkühlen. Ob mobil auf Fußrollen oder als feste Standortlösung im Camper, Kühlboxen profilieren sich als leistungsstarke, strapazierfähige Alternative zur Kühltasche. Gewusst? Thermoelektrische Kühlboxen können nicht nur kühlen! Sie halten Speisen und Getränke auch länger heiß. 

Ordentliche Pflege

Preisunterschiede bezüglich Material, Volumen und Kühltechnik sind nur ein Kriterium für Kaufentscheidungen, die Qualität in den Vordergrund stellen. Denn die Lebensdauer von Kühltaschen und Kühlboxen steht und fällt mit guter Pflege: Je besser die Verarbeitung, desto einfacher und komfortabler die Reinigung. Hochwertiges Außenmaterial sowie Isolierung sind aus strapazierfähigem Gewebe wie Nylon oder Jacquard, die Hüllen wasserabweisend bis wasserdicht.

 

Schimmelgefahr? Hier nicht, weil angesammelte Flüssigkeit die Kühltasche durch einen Ablauf am Taschenboden verlässt. Und: Je sauberer die Verarbeitung von Außenhülle, Kanten und Tragegurten, desto weniger Schmutz nistet sich ein. Ein feuchtes Tuch, etwas milder Reiniger – mehr braucht es nicht. Qualitätsprodukte liefern nicht nur exzellente Kühlung, sondern machen auch Reinigung und Pflege extraleicht!