Isomatten Vergleich & Ratgeber 2020

Campen ist ein Highlight für viele Outdoor-Freunde. Zur Campingausrüstung gehört neben einem Schlafsack auch eine Isomatte. Diese hat eine isolierende Wirkung und hält die Bodenkälte ab. Besonders praktisch ist eine selbstaufblasbare Matratze beziehungsweise Isomatte. Diese ist schnell einsatzbereit und bietet einen hohen Komfort. Da dir das Aufblasen erspart bleibt, kannst du die Zeit in der Natur in vollen Zügen genießen. 

Die Arten im Überblick

Das Angebot an Camping-Isomatten und Schaumstoffmatten für den Indoor- und Outdoor-Gebrauch ist groß. Je nach Einsatzgebiet ist ein anderes Modell zu empfehlen. Wir zeigen dir die einzelnen Typen im Überblick: 

 

Klassische Isomatte aus Schaumstoff

Herkömmliche Isomatten sind sehr leicht. Sie können einfach zusammengerollt werden. Da sie klein und handlich sind, können sie einfach transportiert werden. Isomatten aus Schaumstoff haben eine isolierende Wirkung und schützen vor Kälte. Daher können sie bei Übernachtungen im Freien verwendet werden. Isomatten sind auch für Yoga bzw. für Gymnastik- und Fitnessübungen im Liegen und Sitzen geeignet.

 

Isomatten mit Aluschicht

Manche Isomatten sind mit einer Aluschicht versehen. Diese sorgt für eine zusätzliche Wärmeisolation.

 

Selbstaufblasbare Matratze beziehungsweise Isomatte

Eine selbstaufblasbare Matratze bietet einen höheren Komfort als herkömmliche Isomatten. Sie hat einen offenporigen Schaumkern. Ein Luftpuffer beziehungsweise Luftpolster sorgt dafür, dass du angenehmer liegst. Dieser dient zudem als zusätzliche Wärmeisolierung. Deshalb sind selbstaufblasbare Matratzen sehr gut für Nächte im Freien geeignet.

Isolationsleistung - Für welche Temperaturen?

Bei vielen Isomatten wird die Isolationsleistung mit dem R-Wert angegeben. Je höher er ist, desto besser isoliert die Matte. An dieser Übersicht kannst du dich orientieren. Beachte aber auch die Herstellerangaben.  

 

R-Wert Temperatur
1 bis + 7 °C
2 bis +2 °C
3 bis -5 °C
4 bis -11 °C
5 bis -17 °C
6 bis -24 °C

LEVIN Isomatte

Hörzu Tipp

Pro
  • rutschfest
  • wasserdicht
  • Geringes Gewicht
  • Kompakt zu verstauen
Contra
  • Recht dünnes Material

Wie lang ist die Isomatte?

2 Meter

Deeplee Isomatte

Pro
  • wasserdicht
  • Mit ergonomischem Kissen
  • Doppeltes Luftventil
Contra
  • recht dünnes Material

Wie lang ist die Isomatte?

1,9 Meter

Ragova Isomatte

Pro
  • Leicht und handlich
  • Einfacher auf und Abbau
Contra
  • Recht dünnes Material

Packmass 

Ein Kaufkriterium, das oft vergessen wird, ist das Packmaß einer Isomatte. Achte darauf, auf welche Größe sich die selbstaufblasbare Matratze zusammenrollen lässt. Das ist besonders wichtig, wenn du Outdoor-Touren planst, bei denen du nur wenig Gepäck mitnehmen kannst. Je kleiner das Packmaß ist, desto leichter lässt sich die Isomatte am Rucksack befestigen. 

 

Viele Camping-Isomatten haben eine Länge von 180 cm oder 200 cm. Wichtig ist auch die Breite der Isomatte. Gängige Breiten sind 80 cm oder 100 cm. Eine komfortable Variante sind breitere Isomatten für Paare, die Platz genug für zwei Personen bieten. Diese sind zum Beispiel 130 cm breit. 

Gut zu wissen: Bei der Größenwahl solltest du beachten, dass größere Isomatten schwerer sind. Wenn du dich für ein größeres Modell interessierst, solltest du auch darauf achten, ob eine so große Isomatte in dein Zelt passt. 

Dicke - Angenehm zum liegen

Die Dicke der Isomatte wird in Zentimetern angegeben. Gängige Werte sind: 

 

  • 5 cm 
  • 7 cm 
  • 10 cm 

Je dicker, desto größer die Wärmewirkung und der Komfort. Allerdings sind dicke Matten auch schwerer und nicht ganz so handlich wie dünne Matten. Diese wiederum sind nicht so komfortabel. Du solltest daher abwägen, welche Variante für dich am besten geeignet ist: Wer häufig mit Isomatte vereist, benötigt eher ein kompaktes Modell, das sich leicht verpacken lässt. 

Anti-Rutsch-Effekt

Selbstaufblasbare Matratzen mit einer strukturierten oder beschichteten Oberfläche sind sehr praktisch. Die spezielle Oberflächenstruktur verhindert, dass du mit dem Schlafsack von der Matte rutschst. Das ist besonders wichtig, wenn du im Freien schläfst und der Boden abschüssig ist. 

Praktische Tipps & Tricks 

Damit dein Trip in die Natur ein voller Erfolg wird, bekommst du nun Tipps zur Anwendung und Pflege von Isomatten und selbstaufblasbaren Matratzen. 

 

Isomatte vs. Luftmatratze 

Eine Luftmatratze ist zwar sehr bequem, isoliert aber kaum. Deshalb ist sie für die Übernachtung im Freien nicht so gut geeignet. Normale Isomatten ohne Luftschicht haben zwar grundsätzlich eine isolierende Wirkung, sind aber nicht so komfortabel. Der Luftpuffer einer selbstaufblasbaren Isomatte bietet einen höheren Komfort und macht das Übernachten im Freien angenehmer. 

 

Selbstaufblasbare Isomatte vs. Luftbett

Ein aufblasbares Gästebett ist auch sehr komfortabel. Es ist allerdings deutlich höher als eine aufblasbare Isomatte, nimmt viel Platz weg und ist daher für eine Outdoor-Tour ungeeignet, wenn das Gepäck zu Fuß oder auf dem Rad transportiert werden muss.  

 

Wie funktioniert eine selbstaufblasbare Matratze?

Diese spezielle Art der Isomatte besteht aus Schaumstoff. Dieser ist komprimiert. Wenn das Ventil an der Isomatte geöffnet wird, dehnt sich der komprimierte Schaumstoff aus, bis die Maximalgröße erreicht ist. Die Ausdehnung erfolgt, da die Poren durch den Luftausgleich die Luft einsaugen. 

 

Gut zu wissen: Der Härtegrad der selbstaufblasbaren Matratze kann nach Belieben eingestellt werden, indem du einfach weitere Luft nachpumpst." 

 

Hat eine selbstaufblasbare Isomatte Nachteile?

Ein Nachteil an selbstaufblasbaren Isomatten ist ihr Preis: Sie sind oft etwas teurer als herkömmliche Isomatten. Beachten solltest du auch, dass eine selbstaufblasbare Matratze schwerer ist als eine Schaumstoffmatte ohne Luftpolster. Plane also das Gewicht der Luftpolster-Isomatte mit ein, wenn du deine Outdoor-Tour organisierst.  

 

Die beste Reinigung?

Für die Reinigung einer Isomatte kannst du einen Schwamm oder eine weiche Bürste nehmen. Mit einem herkömmlichen Spüllappen geht es auch. Mach ihn nass und gib ein mildes Reinigungsmittel oder etwas Waschmittel darauf. Dann kannst du die Isomatte sorgfältig von außen abwaschen. 

 

Eine Alternative: Schließe das Ventil der selbstaufblasbaren Matratze und leg sie in die Badewanne. Dort kannst du sie im Wasser bürsten und gründlich abwaschen. Wichtig ist, dass die selbstaufblasbare Isomatte ganz getrocknet ist, bevor sie wieder eingepackt wird. 

 

Wie schnell ist sie aufgeblasen?

Selbstaufblasbare Matratzen können bis zu einer Stunde brauchen, bis sich die Poren ganz mit Luft vollgesaugt haben und die volle Größe der Matratze erreicht ist. Diese Angabe kann je nach Modell und Art der Isomatte variieren. Die Zeit hängt auch davon ab, wie lange die Isomatte vorher im komprimierten Zustand aufbewahrt wurde. 

 

Wie richtig lagern?

Wenn du die selbstaufblasbare Matratze zu Hause über einen längeren Zeitraum lagern möchtest, ist es am besten, wenn du sie in nicht zusammengerolltem Zustand aufbewahrst. Öffne das Ventil und rolle sie aus. So kann die Kondensationsfeuchte, die sich im Inneren angesammelt hat, gut entweichen. 

 

 

Rollen oder Falten?

Das hängt vom jeweiligen Modell ab. Beachte die Herstellerangaben. Wenn du sie zusammenrollst, fängts du am besten an der Seite an, an der das Ventil nicht ist. 

 

Isomatte defekt - Aber wo?

Wenn du merkst, dass deine selbstaufblasbare Matratze Luft verliert, kannst du mit folgendem Trick die defekte Stelle finden. Öffne das Ventil und warte, bis sich die Poren mit Luft vollgesogen haben. Dann legst du die Isomatte ins Wasser und tauchst sie unter. Achte darauf, wo kleine Luftblasen aufsteigen. Dort befindet sich die defekte Stelle.

 

Du kannst sie markieren und anschließend mit den Flicken aus dem Reparaturset reparieren. Danach kannst du den Isomatten-Test unter Wasser erneut machen, um zu schauen, ob die Isomatte jetzt vollkommen dicht ist und keine Luft mehr entweichen kann.