Fernseher Vergleich & Ratgeber 2020

Full-HD war gestern: Ultra HD bzw. 4K ist die Auflösung, die heute für moderne Fernseher von technikkundigen Käufern bevorzugt wird. Die Vorteile liegen auf der Hand: Da sich die Anzahl der Pixel auf dem Display vervierfacht, steigt die Bildschärfe beträchtlich an. Die vielen unterschiedlichen Geräte auf dem Markt machen jedoch die Auswahl schwer. Daher haben wir uns vier aktuelle Modelle angesehen und zeigen kurz die wichtigsten Vor- und Nachteile der einzelnen Geräte in unserem Fernseher-Vergleich. Los geht's!

Samsung RU7179

Pro
  • gute Bildqualität für die Preisklasse
  • viele technische Helfer
  • sehr flotter Prozessor 
  • guter Klang
Contra
  • Clouding-Probleme durch Hintergrundbeleuchtung
  • Reaktion nach einschalten 

Anschlüsse: 3x HDMI, 2x USB, 1x LAN, WLAN, 1x CI+-Slot, 2x Antenneneingang
 

Energie / Verbrauch: 153 kWh pro Jahr

 

Abmessungen: 124 cm x 79,2 cm x 26,1 cm ca. 17,7 kg mit Standfuß

 

Vesa: 200 x 200 

Sony KD-49XG8096

Pro
  • jede Menge Anschlüsse die gut erreichbar sind
  • tolle Bildqualität 
  • 1A Tonqualität
Contra
  • inakzeptables StandBy-Verhalten
  • recht wackeliger Standfuß 

Anschlüsse: 4x HDMI, 1x Composite, Digitaler Audioausgang, 1x ZF-Eingang, 1x HF-Eingang (Antenne / Kabel), Kopfhörerausgang, 3x USB, 1x Ethernet
 

Energie / Verbrauch: 107 kWh pro Jahr

 

Abmessungen: 110,1 cm x 70,4 cm x 26,0 cm ca. 12,4 kg mit Standfuß

 

Vesa: 200 x 200 

Hisense H43BE7000

Pro
  • Preis-Leistung unschlagbar
  • sehr leicht 
  • gute Fernbedienung 
  • Bild 4K
Contra
  • Probleme mit HDMI ARC
  • Blickwinkelabhängigkeit

Anschlüsse: CI+ Slot, WiFi (WLAN), Ethernet, Screen-Mirroring, HDMI X3, USB X2
 

Energie / Verbrauch: 79 kWh pro Jahr

 

Abmessungen: 96,9cm x 8,5cm x 60,7cm ca. 7,1kg mit Standfuß 

 

Vesa: 200 x 200 

Samsung RU7099

Anschlüsse: CI+, 3x HDMI, 2x USB, 1x LAN, WLAN, 1x CI+-Slot, 2x Antenneneingang
 

Energie / Verbrauch: 97 kWh pro Jahr

 

Abmessungen: 97,02cm x 60,61cm x 20,74cm ca. 10 kg mit Standfuß

 

Vesa: 200 x 200 

Vom alten Röhrenbildschirm bis zum ultramodernen Flat-Screen hat sich einiges getan. Mit den neuen Technologien und Angeboten fällt aber auch die Kaufentscheidung immer schwerer, denn zwischen HbbTV-fähig und UHD können selbst versierte Technikfreunde ins Grübeln geraten. Dieser Artikel bringt Licht ins Dunkel, denn mit dem Kaufratgeber für Fernseher findet auch der anspruchsvollste Filmfan sein neues Lieblingsgerät

Bildschirmdiagonale - Wie groß muss er sein?

Auch wenn die Vorstellung vom gigantischen Heimkino verlockend ist: Nicht nur die Größe des Fernsehers sollte zu dem Zimmer passen, in dem das Gerät steht, auch der Sitzabstand spielt bei der Wahl des passenden Bildschirms eine große Rolle. 

 

Sitzabstand

„Nicht zu nah an den Fernseher, sonst bekommst Du eckige Augen!“– Diese Warnung gilt heute nicht mehr so streng. Das Fernsehbild ist mittlerweile auch aus der Nähe noch scharf zu erkennen und der notwendige Sitzabstand zum TV verringert sich zunehmend. Als Faustregel gilt: 

 

Bildschirmdiagonale in cm x 1,5 = Sitzabstand in cm.

 

TV - Größe Bilddiagonale Empfohlener Sitzabstand bei HD Empfohlener Sitzabstand bei UHD
32 Zoll 80 cm 2 m  1,20 m
40 Zoll 100 cm  2,50 m 1,50 m
50 Zoll 126 cm 3,20 m  1,90 m
55 Zoll 139 cm 3,50 m  2,10 m
65 Zoll 164 cm 4,10 m  2,50 m

Bildqualität und Auflösung

Gestochen scharfes Bild und satte Farben: Eines der wichtigsten Kaufkriterien ist die Auflösung. Zwischen den vielen Angeboten fällt die Wahl nicht leicht, deshalb sind hier sind die gängigsten Formate im Überblick!  

 

Standard Definition (SD)

 

  • Auflösung in Pixel: 720 x 576
  • Seitenverhältnis: 16:9 (früher 4:3)

High Definition (HD)

 

  • Auflösung in Pixel: 1280 x 720
  • Seitenverhältnis: 16:9

Full HD (2K)

 

  • Auflösung in Pixel: 1920 x 1080
  • Seitenverhältnis: 16:9

Ultra HD (UHD)

 

  • Auflösung in Pixel: 3840 x 2160
  • Seitenverhältnis: 16:9

Unterschieden zwischen 4K und UHD

 

Beide Begriffe werden sogar von Fachhändlern oft synonym verwendet – sind sie aber nicht. Genau genommen handelt es sich bei 4K um eine Variante von UHD. Sie umfasst alle Auflösungen von etwa 4000 x 2000 Bildpunkten und wird deshalb auch 4K2K genannt. 4K kommt zum Beispiel meist bei Kinofilmen mit einer Auflösung von 4096 x 2160 zum Einsatz. 

 

Also: Ultra HD ist der gängige Standard für Fernseher, echte 4K-Auflösung bieten bisher nur digitale Kinos. Anbieter werben trotzdem gerne mit 4K, auch wenn es sich eigentlich um UHD handelt.

Was bedeutet Auflösung?

 

Der Begriff Auflösung bezeichnet technisch gesehen die Anzahl der Bildpunkte, aus denen das Bild besteht. Viele Bildpunkte – also eine hohe Auflösung – erzeugen ein besonders detail- und kontrastreiches Bild. Die Formel dafür lautet:

 

Horizontale Bildpunkte x Vertikale Bildpunkte

Die beste Auflösung?

Das kommt auf die Ansprüche an. Mehr Pixel bedeuten mehr Kosten und nicht immer ist eine hohe Pixelzahl auch wirklich notwendig. Deshalb: Je größer der Fernseher und je geringer der Sitzabstand, desto höher sollte die Auflösung in Pixeln sein. 

 

Der Unterschied zwischen HD und UHD lässt sich zum Beispiel vor einem Fernseher mit 40 Zoll nur bei einem Abstand von zwei Metern oder weniger wirklich erkennen. Dagegen erkennst du bei einem 100 Zoll Fernseher bereits ab einer Entfernung von vier Metern, ob du ein HD- oder ein UHD-Bild siehst. 

 

Für den Kauf gilt: Ab 48 Zoll sollte das Gerät mindestens Full HD bieten, ein 60-Zoll-Fernseher mindestens UHD. Die Auflösung ist dann optimal, wenn sich beim alltäglichen Sitzabstand keine einzelnen Pixel mehr erkennen lassen.

HDR

Mit High Dynamic Range, kurz HDR, stehen tiefes Schwarz und gleißende Helligkeit auf dem Programm. Die neue Technologie verspricht eine möglichst authentische Darstellung der Realität. Dafür reicht es nicht aus, einen HDR-fähigen Fernseher zu kaufen. Für das visuelle Erlebnis muss der ganze Übertragungsweg HDR unterstützen. Das heißt, der Bildschirm, der Player, das Kabel und der Datenträger müssen HDR-fähig sein. 

 

Lohnt sich ein HDR-fähiger Fernseher

 

Momentan ist das Angebot an HDR-Quellmaterial noch sehr gering und kann nur eingeschränkt genutzt werden. In der Zukunft wird die Zahl der Inhalte mit Sicherheit steigen, für Film-Enthusiasten kann sich die Anschaffung deshalb auf jeden Fall lohnen.

Was ist aus 3D-fähigen Fernsehern geworden?

 

Sie galten als DER Fernsehtrend der Zukunft: 3D-fähige Fernseher. Was im Kino 

gut funktioniert, kam in den heimischen Wohnzimmern allerdings nicht so gut an. Obwohl 

fast alle großen Hersteller mit ihren Geräten dreidimensionales Fernsehen möglich 

machten, konnte sich die Technologie für den Hausgebrauch nicht durchsetzen. 

Bildwiederholfrequenz

Bei alten Fernsehern lässt es sich gut beobachten: Schnelle Bewegungen ruckeln oder wirken verwaschen. Verursacht wird das durch viele Einzelbilder, die unser Auge abgehackt und störend wahrnimmt. Die Bildwiederholfrequenz (Hz) gibt an, wie viele solcher Einzelbilder ein Fernseher pro Sekunde zeigt. Liegt die Zahl hoch, erscheinen Bewegungen und Abläufe gleichmäßiger. Ein 100-Hz-Fernseher zeigt beispielsweise jedes Bild zweimal schnell hintereinander. Dadurch werden Ruckler verhindert und das Auge nimmt keine Störungen wahr. 

Ausstattung und Funktionen

Grundsätzlich gilt: Je mehr Anschlüsse, desto besser. Mit möglichst vielen modernen Funktionen ist der Fernseher für die Zukunft gut aufgestellt. Welche Funktionen wirklich wichtig sind, zeigt die folgende Übersicht.

 

HDMI-Anschluss

 

Ohne einen HDMI-Anschluss geht bei einem Fernseher nichts. Die High-Definition-Multimedia-Interface-Schnittstelle ermöglicht die volldigitale Übertragung von Bild und Ton. Je mehr HDMI-Anschlüsse vorhanden sind, desto mehr externe Geräte (Konsolen, Heimkino, etc.) können gleichzeitig angeschlossen werden – ohne nerviges Umstöpseln. 

Tipp: Neben Buchsen auf der Rückseite sollte der neue Fernseher auch HDMI-Anschlüsse an der Seite haben. Die sind einfacher zu erreichen und praktisch für Geräte, die nicht im Dauerbetrieb angeschlossen sind.

Anschlüsse

 

Mit einem USB-Anschluss können externe Geräte, wie Festplatten, USB-Sticks oder auch Festplattenrekorder an den Fernseher angeschlossen werden. Wer zum Beispiel eigene Aufnahmen auf dem TV ansehen möchte, sollte beim Kauf auf einen USB-Anschluss achten.

 

Internetanschluss 

 

Die meisten Geräte sind mit einem integrierten WLAN-Modul ausgestattet. Ein Netzwerkanschluss sorgt alternativ für eine stabile Verbindung. Wer Video-on-demand-Dienste oder Smart-TV nutzen möchte, braucht zwingend eine Internetverbindung für seinen Fernseher.

Was ist ein Smart-TV?

 

Smart-TV vereint Funktionen von Fernseher und Computer. Damit können viele zusätzliche Funktionen, wie beispielsweise Apps, genutzt werden. Die meisten Hersteller produzieren ihre Geräte mittlerweile inklusive der smarten Zusatzfunktionen.

Triple Tuner

 

Als Triple Tuner wird ein Empfangsteil bezeichnet, das digitale Fernsehsignale über Satellit (DVB-S), Kabel (DVB-C) oder Antenne (DVB-T) empfangen kann, ohne dass ein Receiver benötigt wird. Die neusten Modelle empfangen außerdem den neuen Standard DVB-T2, der DVB-T nach und nach ablöst.

 

CI+ Slot

 

Wer private HD-Sender unverschlüsselt sehen möchte, braucht zusätzlich ein sogenanntes CI+-Modul beziehungsweise einen CI+ Slot. 

 

Bluetooth

 

Sehr praktisch, um kabellose Kopfhörer zu benutzen oder Daten vom Handy auf den Fernseher übertragen: Bluetooth. Die meisten modernen Geräte haben mittlerweile eine Bluetooth-Schnittstelle.

Hybrid Broadcast Broadband TV - HBBTV

Was früher der beliebte Videotext war, ist heute Hybrid Broadcast Broadband TV kurz: HbbTV.

 

Die neue Technik bietet interaktive Features und Zusatzangebote via Internetverbindung, die den HbbTV-fähigen Fernseher zu einem umfassenden Entertainmentgerät machen. Dazu zählen neben Apps auch das sogenannte „Red Button“-Konzept. Wird während einer laufenden Sendung ein rotes Symbol im Bildschirm eingeblendet, können über die namensgebende Taste auf der Fernbedienung Extrainhalte aufgerufen werden. HbbTV gehört mittlerweile fast schon zum Standard und ist in den meisten Smart-TVs integriert.

Tipp:

Die meisten TV-Typen mit HbbTV-Funktion bieten keinen Schutz gegen Hacker und schädliche Software aus dem Internet. Die Funktion also nur dann aktivieren, wenn sie genutzt wird und Herstellerupdates immer möglichst schnell installieren.

Displaytechniken im Vergleich

Neben Größe und Auflösung spielt die verbaute Displaytechnik die Hauptrolle für ein kompromissloses TV-Erlebnis. Allerdings wimmelt es auch hier wieder an Abkürzungen und Versprechen der Hersteller. Was hat es mit den Technologien wirklich auf sich und wo liegen die Unterschiede? Die wichtigsten Fakten gibt es hier im Überblick.

 

Unterschiede zwischen LCD und LED

 

Es gibt keinen – zumindest streng betrachtet. LCD-Fernseher (Liquid Crystal Display) erzeugen ein Bild durch die namensgebenden Flüssigkristalle, deren Ausrichtung von elektrischen Impulsen gesteuert wird. Je nach Ausrichtung wird unterschiedlich viel Licht durchgelassen. Das Ergebnis: Farben. Wirklich sichtbar wird das Bild allerdings erst durch die Hintergrundbeleuchtung mittels Leuchtdioden. Grundsätzlich besteht zwischen LED und LCD also keine Konkurrenz, da sie gemeinsam für ein gutes Bild sorgen.

 

OLED - Die Zukunft aus organischem Material

 

Während LED und LCD noch friedlich koexistieren, wird OLED schon als Technologie der Zukunft gehandelt. OLED steht für Organic-Light-Emitting-Diode und kommt völlig ohne Hintergrundbeleuchtung aus. Die Bildpunkte leuchten selbst und können deshalb ganz exakt angesteuert werden. Seine größte Stärke spielt der OLED–Fernseher in der Darstellung von schwarzen Bildbereichen aus. Die selbstleuchtenden Pixel können ausgeschaltet werden, was auch den kleinsten Rest Hintergrundleuchten verhindert – ein schwärzeres Schwarz ist quasi nicht möglich.

 

Stärken und Schwächen: OLED vs. LCD

 

Kriterien LCD / LED OLED
Kontrast ++ ++++
Schwarzwert ++ ++++
Farben ++ +++
Haltbarkeit +++ ++
Energieeffizienz ++ ++++
Preis +++ ++