Wasserkocher Vergleich

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Kaufratgeber für Wasserkocher

Um die Entstehung des Wasserkochers ranken sich so einige Mythen: Bis heute ist umstritten, wann der praktische Alltagshelfer wirklich erfunden wurde – und vor allem von wem. Das erste Mal öffentlich präsentiert wurde er auf der Weltausstellung 1893 in Chicago, doch bereits davor nutzte man beispielsweise in England schon seit den 1850er Jahren elektrische Wasserkessel; in der Teenation nicht überraschend.  

Gleich wem nun die Ehre der Erfindung gilt, fest steht: Der Wasserkocher ist aus dem Haushalt kaum mehr wegzudenken. So schnell wärmt er Wasser für eine Tasse Tee oder Kaffee, die Babynahrung oder die Instant-Suppe, und spart dabei nicht nur wertvolle Zeit, sondern auch Strom – denn Wasserkocher verbrauchen weitaus weniger Energie als etwa ein Herd und schonen damit letztlich auch den Geldbeutel. 

Wie funktioniert ein Wasserkocher eigentlich? Ein kleiner Baukasten

Obwohl sich Wasserkocher in Material, Größe oder Ausstattung unterscheiden können – was im Folgenden noch erklärt wird –, eint fast alle Modelle ein ähnlicher Aufbau und natürlich die grundlegende Funktionsweise.  

  1. Ein Wasserkocher ist gleichzeitig sein Behältnis.  

  1. Eine Heizspirale im Inneren verwandelt durch Strom Energie in Wärme. Sie kann verdeckt sein oder offen liegen.  

  1. Durch einen Sockel, auf dem der Wasserkocher ruht, wird das Gerät über ein Kabel an die Steckdose angeschlossen und mit Strom versorgt. Den Wasserkocher kann man von dieser Bodenplatte abnehmen und somit frei hantieren.

Die Qual der Wahl

So weit, so gut. Doch wenn der Augenblick des Kaufes kommt, gibt es doch noch einiges zu entscheiden: Groß oder klein, aus Plastik, Edelstahl oder Glas, mit Abschaltautomatik, Temperaturanzeige, ohne Thermostat, aber mit Lichteffekt? Dieser kleine Guide sorgt für den nötigen Überblick.  

Beim Material gibt es drei Hauptanwärter:

Kunststoff:

Seit der Plastikrevolution in den 30er Jahren ist Kunststoff auch für Haushaltsgeräte wie den Wasserkocher eine beliebte Wahl: Modelle aus Plastik sind sehr billig, von außen wärmebeständig, äußerst robust und in vielen verschiedenen Designs und Farben erhältlich. Allerdings klagen manche besonders bei Neuanschaffungen über einen leichten Plastikgeruch; außerdem sollte man darauf achten, ein doppelwandig isoliertes Modell zu wählen, damit das aufgekochte Wasser seine Wärme nicht zu schnell wieder abgibt.

Edelstahl:

Ein edles Material in Küche und Haushalt ist immer noch Edelstahl. Mit einem Wasserkocher aus Edelstahl holt man sich nicht nur ein optisch ansprechendes, sondern auch äußerst effizientes Gerät ins Haus: Denn dieses Material ist gut isoliert und hält Wasser lange warm, außerdem erhitzt ein Wasserkocher aus Edelstahl absolut geruchsneutral und ist dabei sehr widerstandsfähig und robust. Natürlich ist solch ein hochwertiges Gerät oft teurer als der Konkurrent aus Kunststoff, dank der hohen Nachfrage sinken jedoch inzwischen die Preise. Beim Kauf sollte man aber auch bei diesem Modell darauf achten, dass es doppelwandig isoliert ist – denn Edelstahl erhitzt sich sehr stark und so verbrennt man sich schnell mal die Finger an der Gerätewand; eine sogenannte Isolierung mit „Cool-Touch-Gehäuse“ schafft hier Abhilfe.

Glas:

Auch das Modell aus Glas besticht vor allem durch seine edle Optik. Noch dazu ist das Material sehr hygienisch und bietet Bakterien und Keimen wenig Angriffsfläche. Und Weichmacher wie beim Konkurrenten aus Plastik oder Metall- oder Kalkpartikel beim Edelstahlmodell gelangen auch nicht ins Wasser. Der Nachteil von Wasserkochern aus Glas liegt dafür auf der Hand: Nämlich, wenn er aus jener fällt – Glas ist ein sehr zerbrechliches Material und nur bedingt geeignet für hektisches Hantieren in der Küche. Außerdem ist das Material sehr schwer und schlecht isoliert, gekochtes Wasser kühlt also recht schnell wieder ab. Ein weiteres Hindernis ist die Pflege: Damit Glas auch immer schön aussieht, muss es regelmäßig von Fettflecken oder Fingerabdrücken befreit werden – das kostet Zeit und Nerven.

Auf einen Blick: Die vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien

Material Vorteile Nachteile
Kunststoff preiswert, praktisch, robust mögliche Abgabe von Geruch oder schädlichen Stoffen
Edelstahl gut isoliert, hochwertig, bruchfest wird schnell heiß, teuer
Glas optisch ansprechend, hygienisch zerbrechlich, pflegebedürftig, schlecht isoliert

Die vielfältige Ausstattung des Wasserkochers

Nach der Frage nach dem geeigneten Material steht man vor einer schier unendlichen Palette an Kriterien und Anforderungen an die heutigen Wasserkocher. Die wichtigsten deshalb hier zusammengefasst:  

Leistung: Haushaltsübliche Wasserkocher haben eine Leistungsstärke zwischen 500 und 3000 Watt; dabei gilt: Je mehr Watt, desto schneller heizt der Wasserkocher – verbraucht aber auch umso mehr Strom. Ein Gerät mit 3000 Watt braucht etwa 2 Minuten, um einen Liter Wasser zu erhitzen, eines mit 500 Watt dagegen bis zu 12 Minuten. Welche elektrische Stärke gewünscht ist, hängt also natürlich auch von der Füllmenge ab.  

Füllmenge: Im Durchschnitt fassen Wasserkocher heute zwischen einem und zwei Liter. Für einen Reisekocher mit geringerer Wattstärke reichen also kleinere Mengen, für den täglichen Gebrauch sind Wasserkocher mit einer Füllmenge von etwa 1,7l üblich. 

Wer einfach einen Wasserkocher für die tägliche Tasse Tee oder Kaffee ohne besondere Ansprüche sucht, ist mit einer Füllmenge von maximal 1,7l und einer Wattstärke zwischen 2000 und 2500 Watt gut beraten. 

Zusatzfunktionen: Die meisten Wasserkocher haben heutzutage allerlei praktische Funktionen, die die Bedienung zusätzlich erleichtern.  

  • Temperaturwahl: Die meisten Wasserkocher lassen sich inzwischen programmieren, sodass man Zeit und Energie sparen kann, möchte man Wasser nur erwärmen und nicht kochen – oder gleich auf Trinktemperatur bringen.  

  • Wasserstandsanzeige: Durch ein kleines „Fenster“ in der Gerätewand wird der Wasserstand angegeben, sodass man nicht überschüssig Wasser und somit Strom sowie Zeit verbraucht.  

  • Abschaltautomatik: Zum Schutz vor Überhitzung, einem Kurzschluss oder gar Brandgefahr stellen sich einige Geräte automatisch ab, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist.  

  • Sicherheitsverriegelung: Um sich beim Ausgießen nicht am kochenden Wasser zu verbrühen, haben die meisten Wasserkocher einen Deckel, der zum Einfüllen nur durch einen speziellen Knopf geöffnet werden kann und somit nicht einfach aufspringt.  

  • Warmhaltefunktion: Besonders für Gäste mit Kaffeetafeln oder stressige Situationen ist diese Funktion ein wahrer Retter: Bis zu 30 Minuten halten Wasserkocher mit dieser Funktion das Wasser warm, wenn es einmal gekocht ist.  

  • Kalkfilter: Vor allem wenn Restwasser im Gerät stehengelassen wird, lagert sich in vielen Wasserkochern schnell Kalk ab. Damit keine Kalkpartikel oder -rückstände in die Tasse geraten, gibt es Wasserkocher mit Kalkfilter – herausnehmbare, die an der Öffnung wie ein kleines Sieb wirken oder direkt in die Maschine integriert.

 

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