Wäscheschleuder Vergleich

Inhaltsverzeichnis

Kaufratgeber für Wäscheschleudern

Waschmaschine und Trockner sind zuverlässige Helfer bei der Bewältigung von Bergen von Schmutzwäsche – egal ob es sich um eine Großfamilie mit Mount-Everest-Ausmaßen handelt oder nur einen kleineren Haushalt auf Kaiserstuhl-Niveau. Doch das effizienteste Team entsteht oft erst, wenn aus dem Duo ein Trio wird: Galt sie lange Zeit als veraltet, erlebt die Wäscheschleuder gerade eine Art Comeback. Kein Wunder: Sie bringt viele Vorteile mit sich und ist für viele ein echter Gamechanger bei der Wäschetrocknung. Dieser Guide zeigt, wieso – und auf welche Dinge man beim Kauf besonders achten sollte. 

Wie funktioniert eine Wäscheschleuder?

Eine Wäscheschleuder ersetzt im Allgemeinen das manuelle Auswringen der Wäsche: Was früher noch Schwerstarbeit war, wird in der Wäscheschleuder nun zum Kinderspiel: Durch die Fliehkraft (man nannte die Maschinen deshalb früher auch meist Wäschezentrifuge) bei starker Rotation wird die nasse Wäsche an die Maschinenwände gedrückt und das Wasser dabei aus den Textilien regelrecht herausgepresst, das dann über kleine Löcher in den Trommelwänden abläuft. Somit ist die Wäsche nach dem Schleudergang nur noch feucht statt nass und kann anschließend sehr viel schneller und effizienter getrocknet werden.  

Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Energie: Denn wenn die Wäsche nach dem Gang in der Wäscheschleuder nur noch feucht ist, verbraucht man im Trockner nur noch sehr viel weniger an Strom. 

Übrigens:

Einen Pluspunkt gibt es außerdem für Allergiker: durch die vielen Umdrehungen werden dem Gewebe mehr Waschmittelrückstände entzogen als beim normalen Schleuderprogramm in der Waschmaschine. 

Die wichtigsten Kriterien bei der Wahl der Wäscheschleuder

Wie so oft gilt es auch beim Kauf der Wäscheschleuder einiges zu beachten. Um zu entscheiden, ob sich die Anschaffung wirklich lohnt, sind folgende Kriterien besonders wichtig:  

  • Fassungsvermögen: Das ideale Fassungsvermögen kommt ganz auf die Größe des Haushalts an – man erinnere sich an den Vergleich Mount-Everest vs. Kaiserstuhl – und sollte natürlich am besten dem der Waschmaschine und des Trockners entsprechen: Somit ist nur ein Schleudergang pro Wäsche nötig und es wird nicht unnötig Energie verbraucht. Die meisten Wäscheschleudern haben ein Fassungsvermögen von etwa 4-4,5 kg.  

  • Drehzahl: In der Drehzahl liegt das Geheimnis der Wäscheschleuder: Denn während Schleuderprogramme einer Waschmaschine nur etwa 1500 Umdrehungen pro Minute schaffen, bringt es eine Wäscheschleuder auf zwischen 2500 und 2800 oder gar 3500 Umdrehungen! Damit erreicht man sehr viel schneller gute Ergebnisse. Deshalb erfreut sich die eigentlich etwas veraltete Technik der Wäscheschleuder wieder größerer Beliebtheit.  

  • Restfeuchte: Logisch – je schneller und länger die Rotation, desto mehr Feuchtigkeit wird der Wäsche entzogen. Die Drehzahl und Schleuderdauer geben somit Auskunft über die Restfeuchte.  

Schon gewusst?

Die Effizienz von Wäscheschleudern wird mithilfe der sogenannten Schleuderklassen gemessen und angegeben: 
die beste Klasse A zeigt eine Restfeuchte von < 45% an; weniger ist kaum möglich - aber auch nicht nötig; schließlich wird die Wäsche ja auch nur vorgetrocknet. 

  • Energieeffizienz: Durch die Anschaffung einer Wäscheschleuder spart man viel Energie: Als Ergänzung zwischen Waschmaschine und Trockner geschaltet, hält man den Energieverbrauch des Trockners auf einem Minimum (Wäscheschleudern weisen einen viel geringeren Energiebedarf auf als Trockner) und erzielt darüber hinaus die schnellsten Ergebnisse bei der Wäschetrocknung.  

  • Material: Damit das Gerät möglichst langlebig ist, sollte man am besten eine Wäscheschleuder mit einer Edelstahltrommel wählen, die rostfrei bleibt.  

  • Geräuschpegel: Ein möglicher Nachteil der Wäscheschleuder ist, dass viele Geräte recht lautstark arbeiten – es empfiehlt sich deshalb, beim Kauf darauf zu achten, dass das Modell möglichst rüttelfest ist oder zumindest in einem ungestörten Raum stehen wird.  

Die Vor- und Nachteile der Wäscheschleuder

zeitsparend

energiesparend

effektiv

einfach

teilweise sehr laut

zusätzliche Anschaffung

Wäsche richtig schleudern – Schritt für Schritt

  1. Ableiten 

Das durch die Trommelwände abtransportierte Wasser muss natürlich irgendwo abgefangen werden, um keine Überschwemmung zu verursachen – deshalb am besten immer ein kleines Gefäß unter den Auslauf der Schleuder stellen! 

  1. Abwägen 

Es wurde bereits erwähnt, dass man die Wäscheschleuder ausfüllen und nicht etwa halbvoll laufen lassen sollte, um Energie zu sparen – natürlich darf sie aber auch nicht zu voll beladen werden, andernfalls könnte die Ladung das zulässige Gewicht des Gerätes überschreiten und zu erheblichen Schäden führen.  

  1. Auswählen 

Beim Wäscheschleudern gilt letztlich wie immer im Leben: Alles ist relativ. Ob sich der Zwischengang in der Wäscheschleuder lohnt oder auf ein weniger schnelles Schleuderprogramm der Waschmaschine zurückgegriffen wird, kommt auch auf das Material der Wäsche an: Empfindliche Wäschestücke bevorzugen eine etwas schonendere Trocknung mit geringer Schleuderzahl, sehr robuste und langsam trocknende Materialien können ruhig stark geschleudert werden. Außerdem stellt sich die Frage, ob die Wäsche nach dem Schleudern im Trockner oder auf natürliche Weise trocknen soll: In ersterem Fall bietet sich eine Wäscheschleuder oder ein Programm mit hoher Drehzahl an, um Energie zu sparen, beim Trocknen im Freien lohnt sich das nicht immer, schließlich kommt später keine Energiebelastung hinz

Was hat es mit der Schleuderzahl auf sich? 

Beim Wäsche schleudern dreht sich alles um die Umdrehung: da kann einem schon mal schwindlig werden. Zum Schluss also nochmal zusammengefasst: Was gibt es alles zu beachten? 

Die Schleuderzahl gibt an, wie oft sich die Trommel innerhalb einer Minute dreht (Angaben in Umdrehungen/Minute). Dabei gilt: umso höher die Schleuderzahl, desto trockener die Wäsche. Standard ist meist eine Schleuderzahl von 1200U/min. Feine Stoffe wie Seide oder Chiffon lieber bei max. 1000U/min im Schleuderprogramm der Waschmaschine trocknen. Der Vorteil an Wäscheschleudern: Sie erreichen Schleuderzahlen von 2800 - 3500U/min und trocknen so in Rekordschnelle.  

Fazit

Wer später an der frischen Luft trocknen lässt, dem reicht oft das Schleuderprogramm der Waschmaschine, bei Haushalten mit viel Wäsche und wenig Zeit, lohnt sich die Kombi aus umdrehungstarker Wäscheschleuder und dem Wäschetrockner.

 

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