Camping Töpfe & Pfannen Vergleich

Inhaltsverzeichnis

Kaufratgeber Camping Töpfe & Pfannen

Wenn sich Camper in einem einig sind, dann wahrscheinlich darin: Bewegung an der frischen Luft macht hungrig. Umso wichtiger also, dass man auch unterwegs mit einer Campingküche ausgestattet ist, die einen abends wieder zu Kräften bringen und die erfolgreiche Bergbesteigung mit einem Teller warmer Suppe belohnen kann. Doch welcher Campingtopf eignet sich am besten zum Kochen während Outdoor Aktivitäten? An die Ausrüstung einer Campingküche werden schließlich besondere Anforderungen gestellt; doch auch hier ist die Auswahl groß. Dieser kleine Guide schafft einen Überblick über die verschiedenen Angebote.  

Was muss ein Campingtopf können?

Der ideale Campingtopf hat eine gute Größe, ist leicht, gleichzeitig robust und dabei einfach zu pflegen.  Eine gute Wärmeleitung ist das A und O. Vor dem Kauf sollte deshalb auch darauf geachtet werden, dass der Campingtopf zur Größe des entsprechenden Kochfeldes passt – ist der Topf zu groß, wird ungleichmäßig erhitzt und Essen kann anbrennen, ist er zu klein, entsteht unnötiger Energieverbrauch.  

Doch welche Materialien gibt es in der Campingküche und welche Vor- und Nachteile bringen sie jeweils mit?  

Der Schnellstarter: Campingtöpfe aus Aluminium

Aluminium ist ein sogenanntes Leichtmetall. Es kommt in der Erdkruste vor und findet sich auch als Spurenelement in unserem Körper. Seit der österreichische Chemiker Carl Josef Bauer vor 120 Jahren herausfand, wie man das Element aus dem Erz Bauxit gewinnen kann, wird Aluminium im großen Stil produziert.  

Aluminium ist eines der beliebtesten Materialien für Campingtöpfe, denn es ist extrem leicht – gerade mal zwei bis zweieinhalb Kilo wiegen Töpfe aus Aluminium, während Konkurrenzmodelle bis zu fünf Kilo auf die Waage bringen können. Gerade wer mehrtägige Touren unternimmt und die Kochutensilien auf dem Rücken tragen muss, freut sich über diese Entlastung. Außerdem besticht Aluminium durch seine hohe Wärmeleitfähigkeit: Das heißt, die Töpfe heizen sich schnell auf und das Essen ist im Nu fertig. Es gibt jedoch auch Nachteile: Aluminium ist ein sehr weiches Material und verformt sich bei Hitzeeinfluss schnell, es sollte also am besten dickwandig oder vorab gehärtet sein. Unbeschichtetes Aluminium hat ferner das Problem, dass es mit säure-, basisch-, oder salzhaltigen Flüssigkeiten reagiert und sich beim Kochen deshalb Partikel lösen können, die nicht nur einen unangenehm metallischen Geschmack auslösen, sondern auch nicht unbedingt gesundheitsfördernd sind. Deshalb lieber auf gehärtetes Aluminium zurückgreifen, das ist auch weniger kratz- und scheuerempfindlich.  

Aluminium Vor- und Nachteile

leicht

hohe Wärmefähigkeit

günstig

schnelle Verformung

leicht verkratzbar

Der Beständige: Campingtöpfe aus Edelstahl

Die am häufigsten verwendete Edelstahlsorte ist eine Legierung aus Eisen und Chrom, Nickel, Molybdän oder Magdan; sie wird deshalb oft auch Chrom-Nickel genannt. Das Material hat einen besonderen Reinheitsgrad und zeichnet sich vor allem durch seine Rostfreiheit aus – sehr edel!  

Töpfe aus Edelstahl gelten als Klassiker: Sie sind robust, kratz- und scheuerfest, einfach zu reinigen, dabei hygienisch und obendrauf äußerst langlebig. Auch große Hitze macht dem beständigen Material nichts aus. Doch aufgepasst: Die Töpfe sind recht schwer und während sie sich als beinahe unverwüstliche Begleiter zuhause oder auch in der Küche des Camping-Vans bewähren, sind sie aufgrund ihres Gewichts für längere Trekkingtouren doch eher ungeeignet. Außerdem hat Edelstahl eine verhältnismäßig schlechte Wärmeleitfähigkeit und so kann Essen in den dünnwandigen Töpfen schnell anbrennen. Viele Camper und Outdoor-Experten rüsten deshalb inzwischen um auf leichtere und praktischere Modelle.  

Edelstahl Vor- und Nachteile

robust

hygienisch

widerstandsfähig

langlebig

schwer

niedrige Wärmeleitfähigkeit

Das Platzwunder: Campingtöpfe aus Silikon

Silikon kennt man als Füllmaterial von Fenstern oder Brustimplantaten, aber auch in der Küche macht sich das Material nützlich: Silikon ist ein aus Silizium, Sauerstoff und organischen Resten bestehender Kunststoff, der sich vor allem durch seine Elastizität auszeichnet.  

Auf dem Vormarsch sind heutzutage Campingtöpfe aus Silikon mit Aluminium- oder Edelstahlboden. Dieser Materialmix sorgt dafür, dass sich die Töpfe mit flexibler Silikonwand bis auf den Boden zusammenfalten lassen und damit wirklich unschlagbare Raumwunder sind: Gerade einmal fünf Zentimeter hoch sind die zusammengefalteten Campingtöpfe aus Silikon. Noch dazu ist das Material extrem strapazierfähig und hitzebeständig. Beim Kochen mit der Gasflamme ist allerdings Vorsicht geboten, da sich Silikon nicht mit offenem Feuer verträgt, deshalb lieber stets auf kleinerer oder mittlerer Gasflamme erhitzen. Bei Trekkingtouren in Höhen und mit viel Wind könnte das allerdings zum Problem werden.  

Silikon Vor- und Nachteile

platzsparend

leicht

Vorsicht bei offenem Feuer

Der Dauerbrenner: Campingtöpfe aus Gusseisen

Gusseisen ist ein sogenannter Eisenwerkstoff mit hohem Kohlenstoffgehalt, was ihn zum Beispiel von Stahl unterscheidet. Gusseisen wird schon seit Jahrhunderten in Heim und Küche verwendet, denn das Material zeichnet sich dadurch aus, Wärme sehr lange speichern zu können.  

Dem Kandidaten aus Gusseisen kommt vor allem die hohe Wärmespeicherung zugute: Es kann zwar etwas dauern, bis der Topf vollständig erhitzt ist, aber dann speichert Gusseisen Wärme optimal im Boden und gibt sie auf Dauer gleichmäßig an das Essen weiter – ideal zum Braten und Schmoren. Selbst bei schwacher Hitze wird das Bratgut gut gegart, es wird also wenig Energie verbraucht – dafür aber Zeit benötigt. Und hier gibt es beim Einsatzbereich Camping Probleme: Schließlich sollte es beim Aufwärmen nach einem anstrengenden Tag ja eher schnell gehen. Außerdem sind Töpfe und Pfannen aus Gusseisen nur für Leute zu empfehlen, die ihr Gepäck nicht selbst tragen müssen, denn das Material ist sogar schwerer als Edelstahl. Pluspunkte dagegen: Gusseisen ist äußerst strapazierfähig und langlebig. Also auch hier eher geeignet für Reisen im Camper-Van als mit Rucksack.   

Gusseisen Vor- und Nachteile

hohe Wärmespeicherung

robust

langlebig

schwer

langsame Erhitzung

Was ist noch zu beachten beim Kauf von Campingtöpfen und -pfannen?

Klar, gerade bei Trekkingtouren oder Bergwanderungen mit Kochgeräten im Gepäck hat man weder die Zeit, noch die Ausrüstung, die Utensilien nach jedem Gebrauch bis in die letzte Pore zu reinigen. Es stehen also pflegeleichte Campingtöpfe und -pfannen hoch im Kurs, die auch mit Wasser und etwas Seife sauber werden. Beschichtetes Aluminium lässt nichts anbrennen, Gusseisen braucht dagegen spezielle Pflege.   

Wer sich gänzlich neu ausrüstet, dem kann zu einem Kochset geraten werden: Das ist meist stapelbar, spart Platz und kann nach Belieben kombiniert werden – so wird der Deckel zum Beispiel zur Pfanne und der Topf zum Geschirr.   

Für Pfannen gilt grundsätzlich das Gleiche wie für Töpfe: Aluminium leitet Wärme am besten, reagiert aber mit bestimmten Lebensmitteln, Edelstahl erhitzt gleichmäßig, Gusseisen speichert Wärme. Aluminiumpfannen sind stets die leichteste Option. 

 

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