Outdoor Socken Vergleich

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Kaufratgeber für Outdoor Socken

Dem Trubel der Stadt entfliehen, raus in die Natur fahren und einfach mal richtig durchatmen – es geht doch nichts über einen Ausflug ins Grüne. Ob für einen halben Tag oder sogar mehrere Wochen, Outdoor Aktivitäten wie zum Beispiel Wandern oder Camping helfen dabei, bewusst zu entspannen und wieder zur eigenen inneren Mitte zu finden. Und weil das nur mit trockenen und nicht schmerzenden Füßen gut klappt, sollte man beim Kauf von Outdoor und Camping Socken einige Details beachten. Welche? Das erfährst du in diesem Ratgeber.

Für welche Aktivitäten empfehlen sich Outdoor Socken?

Man findet sie mal betitelt als Wandersocken, Funktionsstrümpfe oder Multifunktionssocken, jedoch eigentlich immer in der Outdoor-Abteilung: Socken, die deutlich mehr aushalten als den täglichen Gang in die Arbeit. Denn wo Füße großen Belastungen standhalten müssen, braucht es zu den jeweiligen Sportarten die passenden Socken. Skifahrer wählen deshalb spezielle Skisocken, die im Bereich der Schienbeine besonders verstärkt sind, Laufsocken garantieren den optimalen Feuchtigkeitsaustausch beim Joggen und Wandersocken sorgen für eine angenehme Dämpfung bei jedem Schritt. Für eigentlich jede Sportart gibt es die passenden Socken – so natürlich auch für die diversen Outdoor und Camping Aktivitäten. Wer dabei zum ersten Mal Outdoor Socken statt der klassischen Alltagssocken trägt, wird mit Sicherheit einen enormen Unterschied spüren und muss keine Angst mehr vor Blasen und schmerzenden Druckstellen haben.

Aus welchem Material bestehen Funktionssocken

Es lassen sich bei Outdoor und Camping Socken die verschiedensten Materialmischungen finden, grundsätzlich werden aber drei Materialien am häufigsten verarbeitet:

  • Baumwolle: Der Klassiker unter den Bekleidungstextilien punktet mit hoher Stabilität, einer durchschnittlichen Trocknungszeit und einem angenehmen Gefühl auf der Haut. Baumwolle wird vor allem in Sport- und Radsocken verwendet.
     
  • Merinowolle: Warm, wärmer, Merinowolle! Die vom Merinoschaf stammende Wolle hat ausgezeichnete Wärmeeigenschaften sogar im feuchten Zustand, sie kratzt nicht und riecht nicht. Outdoor Socken aus Merinowolle sind damit treue Begleiter zum Beispiel auf längeren Wanderungen oder Camping Trips.
     
  • Kunstfasern: Socken aus Synthetikfasern, meistens Polyamid, sind stabil, elastisch, trocknen flott und überleben mehrere Hundert Wanderungen, Ski-Trips usw. samt darauf folgenden Waschgängen, ohne ihre Form zu verlieren. Allerdings sind sie manchmal nicht hundertprozentig geruchsneutral, was sich – je nach Träger – schon einmal unangenehm bemerkbar machen kann. Schließlich schwitzt man über die Füße bis zu einen halben Liter Flüssigkeit aus – pro Tag!
     

Viele Outdoor Socken bestehen aus Mischungen der drei erwähnten Materialien. Je nach Anteil werden so bestimmte Eigenschaften verstärkt; Modelle mit einem hohen Merinowolle-Anteil zum Beispiel wärmen dann besonders gut.

Welche Eigenschaften müssen Funktionssocken besitzen?

Welche Eigenschaften Outdoor und Camping Socken besitzen sollten, hängt ganz davon ab, für welche Aktivitäten du sie nutzen wirst – beim Skifahren sind dünnere, knöchelhohe Baumwollsocken zum Beispiel unangebracht, beim sommerlichen Tagesausflug in die Berge werden dich Socken aus Merinowolle ins Schwitzen bringen. 
Grundsätzlich sollten alle guten Outdoor Socken aber einen zentralen Zweck erfüllen: Sie müssen deine Füße vor Reibung schützen. 


Damit das auch funktioniert, ist eine faltenfreie Passform sehr wichtig. Das heißt ganz einfach, dass die Socken wirklich wie angegossen sitzen müssen. Auf keinen Fall dürfen sie zu groß sein, sodass sie Falten schlagen und dann etwa an den Zehen für unangenehme Blasen sorgen. 


Ein weiterer Punkt, den es vor dem Kauf von Outdoor Socken zu bedenken gilt, ist die Frage nach der Polsterung. Hier gibt es eine Faustregel: Je schwerer das Gepäck, desto besser gepolstert die Socke. Für den Tagestrip ins Grüne brauchst du deshalb keine gepolsterten Socken, für eine mehrwöchige Trekking-Tour mit schwerem Rucksack aber ganz bestimmt.


Zu guter Letzt kannst du dir noch um die optimale Materialmischung Gedanken machen. Die besonderen Eigenschaften der am meisten verwendeten Textilien haben wir oben bereits aufgelistet, sodass du dir nun abhängig von der Art deiner Outdoor Aktivitäten die passenden Socken aussuchen kannst. Tipp: Achte darauf, dass etwas Elastan in die Socken eingewebt ist – das macht sie schön stretchig und damit leichter an- und auszuziehen.

Baumwolle Merinowolle Kunstfasern
wärmend nein ja je nach Mischung
schnell trocknend nein nein ja
geruchsneutral nach einiger Zeit nicht mehr ja nein
behält seine Form auch nach sehr vielen Waschgängen nein nein ja

Wie wasche und pflege ich Outdoor Socken richtig?

Wenn schon so viel Zeit in die Auswahl der passenden Outdoor Socken geflossen ist, sollen die guten Stücke auch ein Weilchen halten. In jedem Fall gilt es, vor dem Wurf in die Waschmaschine die Herstellerangaben auf den Socken zu beachten, damit kein Waschunglück geschieht. Außerdem solltest du die Socken auf links ziehen, damit die Maschine auch wirklich an den sich im Inneren der Socke befindenden Schweiß herankommt. Socken aus Merinowolle sollten bei 30 Grad, Socken aus Baumwolle und Kunstfasern bei 40 Grad gewaschen werden. Das reicht in Kombination mit einem herkömmlichen (Fein-)Waschmittel vollkommen aus. Verzichten solltest du auf Weichspüler, denn dieser legt sich wie ein feiner Film auf die Textiloberfläche und verhindert so, dass sie Feuchtigkeit aufnehmen kann. Konkret heißt das dann: Man schwitzt in den Socken mehr. 

Tipp: Trage beim Wandern, Joggen und allen anderen bewegungsintensiven Aktivitäten keine frisch gewaschenen Socken! Das klingt zunächst befremdlich, hilft aber dabei, unnötige Reizungen der Haut zu vermeiden. Der Grund: In frisch gewaschenen Socken können sich noch Waschmittelreste befinden, die zusammen mit dem natürlich entstehenden Schweiß zu Hautirritationen am Fuß führen können. Das heißt natürlich nicht, dass Wandersocken und Co. nie in die Waschmaschine dürfen. Stattdessen lieber einige Tage vor dem Trip waschen, trocknen lassen und ein- bis zweimal zu Hause anziehen.

Kann ich zwei Paar Socken übereinander tragen?

Zu guter Letzt geht es um einen Mythos, der von einer Outdoor-Generation zur nächsten weitergegeben wird: Um Blasen vorzubeugen – das passiert vor allem bei langen Wandertouren, etwa auf dem Jakobsweg –, kann man zwei Paar Outdoor Socken übereinander tragen. Was ist dran an diesem Trick? Nun, wissenschaftlich untersucht hat das noch niemand. Allerdings schwören sehr viele Outdoor-Enthusiasten Stein und Bein, dass sie mit zwei Paar Socken übereinander noch immer blasenfrei geblieben sind. 

Eine pauschale Empfehlung kann man also an dieser Stelle nicht aussprechen, aber ausprobieren solltest du den “2-Paar-Trick” bei deinem nächsten Ausflug auf jeden Fall. Zieh einfach von Anfang an zwei Paar Socken übereinander an und beobachte, ob du damit gut zurechtkommst. Im Zweifelsfall kannst du das obere Paar einfach wieder ausziehen. Und nicht vergessen: Blasenpflaster solltest du sowieso immer dabei haben. 

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