Schlafsäcke – komfortabel und flexibel

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Camping und Übernachtungen im Freien machen Freude. Ein gewisser Grundkomfort sollte aber vorhanden sein, damit du es richtig genießen kannst. Zur Grundausstattung eines Outdoor-Freundes gehört ein Schlafsack. Ob leichte Schlafsäcke oder kleiner Schlafsack: Das Angebot ist groß, doch welcher Schlafsack ist am besten? Was solltest du beim Kauf beachten? Wir erklären dir alles, was du über Schlafsäcke wissen solltest.

Schlafsack-Typen im Überblick

Unterschieden werden grundsätzlich Mumienschlafsäcke und Deckenschlafsäcke. Darüber hinaus gibt es Schlafsäcke, die du in drei Jahreszeiten benutzen kannst. Schlafsack-Tests haben gezeigt, was die drei Typen ausmacht.

Mumienschlafsäcke Ein Mumienschlafsack zeichnet sich durch eine körpernahe Form aus. Er ist leicht und sehr gut isoliert. Ein weiterer Vorteil ist, dass er kompakt ist und sich einfach transportieren lässt. Da der Mumienschlafsack eine konische Form aufweist, wird die Wärme sehr gut gespeichert. Das Material ist dehnbar. Dadurch sind Mumienschlafsäcke besonders komfortabel.
Deckenschlafsack Ein Deckenschlafsack ist sehr geräumig und gemütlich. Er ist ideal für warme Sommernächte oder für Übernachtungen in einer Hütte. Deckenschlafsäcke sind mit einem umlaufenden Reißverschluss ausgestattet. So ist es möglich, den Reißverschluss nur ein Stück zu öffnen und die Füße etwas zu lüften. Außerdem kann der Schlafsack vollständig geöffnet werden und als Schlafdecke genutzt werden. Das ist praktisch für alle, die viel Beinfreiheit lieben. Der Deckenschlafsack ist also ideal für Camper, die den Schlafsack flexibel je nach Bedarf und persönlichen Bedürfnissen nutzen möchten. Er ist eine luftig-leichte Outdoor-Ausstattung für die warmen Sommermonate. Für kältere Außentemperaturen ist er nicht geeignet.
Dreijahreszeitenschlafsack Diese Schlafsäcke können im Frühjahr, Sommer und Herbst genutzt werden. Sie bestehen aus Kunstfasern oder Daunen. Besonders komfortabel sind Dreijahreszeitenschlafsäcke mit einem gemütlichen Wärmekragen und einer Kapuze.

Wichtige Kaufkriterien: Darauf solltest du beim Kauf von Schlafsäcken achten

Outdoor-Schlafsäcke sind je nach Marke und Modell unterschiedlich ausgestattet. Welche Funktionen und Accessoires dein Camping-Schlafsack haben sollte, kommt darauf an, für was und wie oft du ihn benötigst. Auf diese Kriterien solltest du besonders achten, wenn du einen Camping-Schlafsack kaufst.


Innentasche – Wertsachen sicher aufbewahren


Viele Schlafsäcke haben eine oder mehrere Innentaschen. Dort kannst du deine Wertsachen und wichtige Dinge verstauen. So sind sie von außen nicht sichtbar, im Schlaf nah bei dir und besser vor dem Zugriff Fremder geschützt.


Temperaturbereich – je nach Urlaubsregion


Auf dem jeweiligen Schlafsackmodell findest du Angaben, für welche Temperaturen der Schlafsack geeignet ist. Darauf solltest du besonders achten, wenn du in kalten Regionen campen gehen möchtest.


Atmungsaktiv – mehr Schlafkomfort


Wichtig ist auch, dass dein neuer Schlafsack aus einem atmungsaktiven Material gefertigt ist. Im Schlaf verliert der Körper von Natur aus viel Feuchtigkeit. Damit sich diese nicht im Schlafsack staut und für ein unangenehmes Schlafklima sorgt, sollte der Schlafsack atmungsaktiv sein.


Innenfutter – Polyester oder Baumwolle


Das Material des Innenfutters ist ein wichtiges Kaufkriterium. Es hat einen großen Einfluss auf den Schlafkomfort und die Pflegeleichtigkeit des Schlafsacks.

  • Polyester: sehr pflegeleicht, geringes Gewicht, strapazierfähig, nicht ganz so kuschelig

  • Baumwolle: angenehm auf der Haut, kuschelig, schmutz- und verschleißanfälliger   

Wärmekragen – vor Zugluft schützen


Schlafsäcke mit Wärmekragen sind besonders komfortabel. Der Kragen befindet sich im oberen Bereich des Schlafsacks und sorgt dafür, dass der Nacken und der Hals vor unangenehmer Kälte und Zugluft geschützt sind.


Kapuze – gemütlich und schützend


Hochwertige Schlafsäcke mit Kapuze bieten ebenfalls einen hohen Komfort. Die gemütliche Kapuze schützt den Kopf, den Hals und den Nacken vor Kälte und Zugluft. Außerdem empfinden viele die Kapuze als besonders gemütlich und behaglich. So kannst du dich leichter entspannen und zur Ruhe kommen. 


Gut zu wissen: In der Regel gehen etwa 30 % der Körperwärme über den Kopf verloren.

Schnürzüge – besonders praktisch


Besonders bei Übernachtungen bei niedrigen Außentemperaturen oder Wind ist es wichtig, dass der Schlafsack Schnürzüge hat. An den individuell einstellbaren Bändern können die Öffnungen der Schlafsäcke nach Bedarf eingestellt werden. So werden Kältebrücken weitestgehend vermieden. Im Schlafsack bleibt es schön warm und kuschelig.


Reißverschluss – mit Abdeck- und Schutzleisten


Die Reißverschlüsse von Schlafsäcken sollten mit Abdeckleisten ausgestattet sein. So kann zum Beispiel eine zusätzliche Lage Stoff als Abdeckung dienen. Diese hat eine isolierende Wirkung. Darüber hinaus sollte der Reißverschluss mit einer Schutzleiste versehen sein. Die Schutzleiste verhindert, dass das Futter im Reißverschluss hängen bleibt und beim Öffnen oder Schließen hakt.

Tipps für die Anwendung und Pflege von Schlafsäcken

Damit dein Outdoor-Trip ein voller Erfolg wird, bekommst du nun praktische Tipps für die Übernachtung im Freien. Wir erklären dir, wie du Schlafsäcke leicht packen kannst und reinigen darfst.


So kannst du den Schlafsack klein verpacken


Die Nacht im Freien war wunderschön, aber am nächsten Morgen stellt sich die Frage, wie der Schlafsack wieder in die Hülle passt, um auf dem Rückweg nicht zu stören. Manche falten ihn präzise, andere stopfen ihn einfach in die Hülle. Was ist besser? Das hängt zum einen davon ab, was dir am leichtesten fällt. Eine bewährte Variante:
Öffne den Reißverschluss vollständig. Stopfe den Schlafsack mit dem Fußende zuerst in die Hülle. So kann die Luft im Inneren des Schlafsacks leicht entweichen. Wenn er in der Hülle ist, ziehst du den Kompressionsriemen beziehungsweise den Schnürzug zu.
 

Praxistipp: Bevor du deine Schlafsäcke wieder einpackst, solltest du ihn etwa 30 bis 60 Minuten trocken lassen. So kann die im Schlaf aufgesaugte Feuchtigkeit entweichen oder der Schlafsack hat eine längere Lebensdauer.

Auf welcher Unterlage sollte der Schlafsack liegen?


Ein hochwertiger und bequemer Schlafsack ist schön und gut, aber eine komfortable Unterlage ist ebenso wichtig. Als Outdoor-Schlafunterlage eignet sich zum Beispiel eine Isomatte. Sie isoliert zusätzlich, sodass keine Kälte aus dem Boden in deinen Schlafsack aufsteigt. Ein weiterer Vorteil ist, dass eine Isomatte einen zusätzlichen Schutz gegen spitze Gegenstände oder einen unebenen Boden bietet. Besonders praktisch und komfortabel sind selbstaufblasbare Isomatten. Sie lassen sich schnell und einfach aufbauen und sind dank der zusätzlichen Luftschicht im Inneren sehr gemütlich. 

Eine Alternative sind Thermo-Luftmatratzen oder Luftbetten, für die du jedoch etwas mehr Platz in deinem Gepäck einplanen solltest.

Welches Zubehör ist beim Campen wichtig?


Wer zum ersten Mal campen geht, ist beim Packen noch nicht so routiniert wie erfahrene Outdoor-Freunde. Hier kommen ein paar Tipps, was du mitnehmen solltest:

  • Isomatte

  • Regenponcho

  • Gummistiefel

  • Wanderschuhe

  • Taschenmesser

  • Sonnencreme

  • Kühlbox

  • Campingkocher 

  • Zelt

Wie sollst du Schlafsäcke waschen?


Viele Schlafsäcke können mit der Hand gewaschen werden. Dazu kannst du sie zum Beispiel in die Badewanne legen. Wichtig ist, dass du behutsam vorgehst, damit das Innenleben des Schlafsacks nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. In die Waschmaschine dürfen die meisten Schlafsäcke allerdings nicht. Beachte die Herstellerangaben, wie du dein spezielles Schlafsack-Modell waschen darfst.


Wie oft und wann kannst du den Schlafsack waschen?


Wenn du merkst, dass das Innere des Schlafsacks nicht mehr fluffig ist, kannst du ihn waschen. Ansonsten wird empfohlen, Schlafsäcke nach etwa 100 Nächten zu reinigen.


Welcher Schlafsack eignet sich im Sommer?


In der warmen Jahreszeit bietet sich ein leichter Deckenschlafsack an. Er ist oft günstiger als ein Mumienschlafsack. Der Komfortbereich dieser Schlafsäcke liegt bei rund zehn Grad Celsius.


Welcher Schlafsack eignet sich im Winter?


Für die kalte Jahreszeit sind Mumienschlafsäcke oder hochwertige Daunenschlafsäcke geeignet. Sie sind deutlich wärmer als leichte Deckenschlafsäcke.


Wie groß sollten Schlafsäcke sein?


Schlafsäcke sollten genug Platz und Freiraum bieten, um sich bequem hinlegen zu können. Wenn der Schlafsack jedoch zu groß ist und zu viel Luft im Innenraum ist, kann das zu kalten Füßen führen.


Gibt es Schlafsäcke, die gekoppelt werden können?


Viele Schlafsäcke lassen sich miteinander koppeln. Das heißt, dass du zwei Schlafsäcke miteinander verbinden kannst. Diese praktische Funktion ist besonders bei Paaren beliebt, die sich auch beim Übernachten im Freien an ihren oder ihre Liebste kuscheln möchten.


Voraussetzung: Die Reißverschlüsse müssen gleich lang sein. Ein Schlafsack muss einen rechtsseitigen Schlafsack haben, der andere eine linksseitigen.
 

Fazit - Der richtige Schlafsack zur Jahreszeit

Schlafsäcke gehören zur Grundausstattung eines jeden Campers und Outdoor-Freundes. Im Sommer reicht meist ein leichter und günstiger Deckenschlafsack. Dieser kann schnell und einfach in eine Decke verwandelt werden. Für den Herbst und Winter sind Mumienschlafsäcke zu empfehlen. Diese sind wärmer und komfortabler. Wer einen einzigen Schlafsack für den Frühling, den Sommer und den Herbst haben möchte, kann einen Dreijahreszeitenschlafsack nehmen. Damit du lange Freude an deinem Schlafsack hast, solltest du ihn regelmäßig lüften und reinigen. Die meisten Modelle dürfen nur mit der Hand gewaschen werden.

 

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