Kühl-Gefrierkombination Vergleich

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Kaufratgeber für Kühl-Gefrierkombinationen

Kühl-Gefrierkombinationen vereinen in einem Gerät Kühlschrank und Gefrierschrank. Das Gerät eignet sich für den Einbau in einer Küchenzeile, es sind aber auch freistehende Modelle erhältlich. Unterschiedliche Größen bieten für jeden Haushalt die passende Variante. Wenn es um eine sinnvolle Vorratshaltung geht, ist eine Kühl-Gefrierkombination eine gute Alternative zum Kühlschrank und zum separaten Gefrierschrank. Wir zeigen, worauf es bei einer Kühl-Gefrierkombination ankommt und welche unterschiedlichen Bauformen und Funktionen erhältlich sind.

Was ist eine Kühl-Gefrierkombination?

Kühl-Gefrierkombinationen sind in diversen Ausführungen erhältlich. Als Hauptmerkmal gilt, dass es sich um zwei Geräte in einem handelt. Die Kombination ist platzsparend, weil Kühlschrank und Gefrierschrank übereinander angeordnet sind. Zudem bietet die Kühl-Gefrierkombination wesentlich mehr Fassungsvermögen als ein Kühlschrank mit einem integrierten Gefrierfach. Die Kühlleistung des Gefrierteils ist so gut, dass Lebensmittel nicht nur gelagert, sondern auch rasch eingefroren werden können. Das Gerät wird mit Strom betrieben, die Kühlung erfolgt über die bewährte Kompressortechnik.

Welche Bauformen gibt es?

Prinzipiell gibt es mehrere Bauformen:

  • einbaufähige Kühl-Gefrierkombinationen
  • freistehende Kühl-Gefrierkombinationen
  • Kühl-Gefrierkombination mit Gefrierbereich unten
  • Kühl-Gefrierkombination mit Gefrierbereich oben
  • Side-by-Side-Modell mit Kühl- und Gefrierteil nebeneinander
  • Frenchdoor-Modell mit vier Türen, Gefrierbereiche unten, Kühlbereiche oben

Diese Form kommt am häufigsten vor und eignet sich gut für den Einbau in die Küchenzeile: Kühl- und Gefrierteil sind übereinander angeordnet. Dabei verfügt jeder Teil über eine eigene Tür. Meistens befindet sich der Gefrierschrank unten, der Kühlschrank oben. Der Gefrierbereich ist in der Regel etwas kleiner als der Kühlbereich. Die Front kann mit dem Dekor der Küchenschränke verkleidet werden. Möglich sind auch sogenannte Schlepptüren, die ebenfalls für eine einheitliche und harmonische Optik sorgen. Außerdem sind solche Geräte als freistehende Kühl-Gefrierkombination erhältlich.

Die zweite Bauform mit dem kleineren Gefrierteil ist ebenfalls entweder für den Einbau oder als separat stehendes Modell auf dem Markt. Neben der schlichten, sachlichen Form gibt es Kühl-Gefrierkombinationen in Retro-Optik. Das technische Innenleben entspricht dem modernen Standard, die Optik orientiert sich an Kühl- und Gefrierschränken im 50er-Jahre-Design.

Eine Sonderform bei Kühl-Gefrierkombinationen sind Side-by-Side-Kombinationen. Bei diesen Geräten sind Kühl- und Gefrierteil nebeneinander angeordnet. Side-by-Side-Kombinationen bieten ein besonders großes Fassungsvermögen, benötigen aber auch dementsprechend mehr Stellfläche. Oft sind bei solchen Kombigeräten spezielle Zusatzfunktionen integriert, beispielsweise Wasserspender und Eiswürfelspender oder eine Crushed-Ice-Funktion.
 

Aus welchen Designs kann ich wählen?

Das Design einer Kühl-Gefrierkombination wird durch die Oberflächengestaltung geprägt. Hinter den beiden oberen Türen lagern Lebensmittel im Kühlschrank, die beiden unteren Bereiche sind als Gefrierschrank vorgesehen. In jedem Bereich lässt sich die Temperatur individuell steuern. Verbreitete Designs sind:

  • Edelstahl oder Edelstahllook
  • Lackierungen in vielen Farben
  • Türverkleidungen im Stil der Küchenfronten
  • interessante Motive auf der Türfront, speziell bei Kühl-Gefrierkombinationen

Des Weiteren sind auch die Griffe ein Designmerkmal. Passend zum Stil der Küche können die Türen der Kühl-Gefrierkombination mit Griffmulden oder aufgesetzten Griffen ausgestattet sein.

Größenverhältnisse und Fassungsvermögen

Die Maße einer Kühl-Gefrierkombination als Einbaugerät betragen in der Breite circa 60 Zentimeter, in der Tiefe etwa 65 Zentimeter. Die Höhe richtet sich nach den Maßen der Küchenschränke – insgesamt kann die Einbaukombination bis zu 200 Zentimeter hoch sein. Standgeräte bieten noch mehr Vielfalt bei den Abmessungen. Als Sologerät ist die Kühl-Gefrierkombination schon ab einer Breite von 45 Zentimeter erhältlich. Die Mindesthöhe liegt bei 140 Zentimetern.

Welches Fassungsvermögen notwendig ist, richtet sich nach der Haushaltsgröße und den persönlichen Gewohnheiten. Als Anhaltspunkt dienen folgende Angaben:

  • Für kleine Familien und Single-Haushalte ist eine Kombi mit einem kleineren Gefrierbereich mit 60 bis 80 Litern Nutzinhalt sinnvoll. Bei solchen Geräten ist die Gefrierzone mit zwei Fächern oder Schubladen meist oben vorgesehen.
     
  • Die mittelgroße Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern kommt mit einem Gefrierbereich bis zu 160 Liter Nutzinhalt gut zurecht. Die Gefrierzone liegt praktischerweise unten.
     
  • Ab einer Haushaltsgröße von vier Personen kann ein Side-by-Side-Modell sinnvoll sein. Der Nutzinhalt umfasst für Kühl- und Gefrierbereich zusammen zwischen 400 und 600 Liter.
     

Welche Merkmale zeichnen eine Kühl-Gefrierkombination aus?

Die Ausstattung entscheidet über den Nutzungskomfort. Im Kühlschrankteil sind leicht zugängliche Ablagen aus Sicherheitsglas wichtig. Sehr praktisch sind ausziehbare Ablageflächen. Wenn häufig Flaschen gelagert werden sollen, sind spezielle Flaschenablagen sinnvoll. Die Lagerungsflächen sollten höhenverstellbar sein. Außerdem bietet die Kühlzone Fächer an der Innenseite der Tür und ein Gemüsefach. Hochpreisige Geräte haben außerdem eine Klimazone, in der Obst und Gemüse besonders lange frisch bleiben. Eine Null-Grad-Zone ist mit der sehr trockenen Luft ideal für die Lagerung von Fleisch, Wurst und Käse.

Der Gefrierbereich ist mit Ablageflächen und Schubfächern ausgestattet. Wenn die Fächer beziehungsweise Schubladen auf Teleskopschienen laufen, ist die Nutzung sehr bequem.

Die Beleuchtung besteht bei modernen Geräten aus LED-Technik. Der Kühlschrank benötigt in jedem Fall eine Beleuchtung. Beim Gefrierschrank ist die Beleuchtung ebenfalls praktisch, aber nicht unbedingt notwendig.

Die Temperatur in beiden Geräteteilen wird entweder über einen manuellen Regler oder elektronisch gesteuert. Wenn sich das Steuerungsdisplay und die Temperaturanzeige außen an der Kühl-Gefrierkombination befinden, kann die Temperatur auch bei geschlossener Tür geändert werden. Moderne Technologien bieten auch eine Steuerung per Smartphone. Sollte die Temperatur wegen eines Störfalls steigen oder auch dann, wenn die Tür zu lange offen steht, ist ein akustisches Warnsignal sinnvoll.

Gut für die Gesundheit: Antibakteriell ausgestattete Innenräume und Türdichtungen erhöhen die Hygiene in der Kühl-Gefrierkombination. Für möglichst konstante Temperaturen sorgt die Multi-Flow-Funktion.

Wichtig ist eine Superfrost- oder Schnellfrost-Taste. Damit wird die Temperatur im Gefrierbereich weitere abgesenkt, sodass das Einfrieren schnell vonstatten geht. Beim Kühlschrankbereich dient eine Supercool-Funktion dazu, dass die eingestellten Lebensmittel schnell gekühlt werden. Etliche Geräte sind auch mit einer Party-Automatik ausgestattet. Das bedeutet, dass ein Signal ertönt, wenn Flaschen die gewünschte Temperatur erreicht haben.

NoFrost oder LowFrost: Weniger Energieverbrauch und geringerer Arbeitsaufwand

Wer das lästige Abtauen scheut, sollte sich nach einer Kühl-Gefrierkombination mit der Funktion NoFrost, LowFrost oder AntiFrost entscheiden. Damit bildet sich wesentlich weniger Eis im Gerät. Stark vereiste Kühl-Gefrierkombinationen verbrauchen übermäßig viel Strom. Das Abtauen ist eine lästige und zeitraubende Angelegenheit. Bei der NoFrost-Funktion ist im Gerät ein Ventilator eingebaut, der die Luft beständig umwälzt und Feuchtigkeit aus dem Gerät leitet. Bei der LowFrost-Funktion kommt quasi ein Airbag zum Einsatz, sodass keine Luft eindringen kann.

Welche Vor- und Nachteile haben Kühl-Gefrierkombinationen?

Die Kühl-Gefrierkombination hat mehrere Vorteile:

Das Gerät ist in mehreren Größen erhältlich. Somit kann für jede Haushaltsgeräte das passende Gerät gewählt werden. 

Der Platzbedarf ist geringer, als wenn zwei Geräte nebeneinander stehen.

Es ist weniger (Transport-)Aufwand, ein Gerät zu kaufen anstatt zwei.

Die Kühl- und Gefrierleistung hängt allerdings auch von der richtigen Befüllung ab. Im Kühlteil sollten die Lebensmittel so stehen, dass die kalte Luft zirkulieren kann. In der Gefrierzone ist die Energiebilanz am besten, wenn wenig Zwischenräume vorhanden sind. Man kann notfalls Leerräume mit Styroporteilen ausfüllen.

Als Nachteil gilt, wenn sich die Temperatur für Kühl- und Gefrierteil nicht individuell steuern lässt. Das ist bei billigen Geräten öfter der Fall. Die Folge sind höhere Energiekosten und eine unpraktische Handhabung.

Worauf kommt es beim Kauf eines Kombigeräts an?

Für den Stromverbrauch ist die sogenannte Energieeffizienzklasse entscheidend. Kühl-Gefrierkombinationen müssen mindestens die Klasse A+ haben, besser ist A++ oder A+++. Auch der Jahresgesamtverbrauch an Strom ist ein Kriterium.

Die Lautstärke einer Kühl-Gefrierkombination sollte 40 Dezibel nicht überschreiten. Das ist besonders dann wichtig, wenn es sich um ein freistehendes Gerät handelt. Eine Kühl-Gefrierkombination, die in einer offenen Küche ohne Trennung zum Wohnbereich steht, kann störende Geräusche verursachen. Bei eingebauten Geräten wird die Geräuschentwicklung automatisch gedämpft.

Das Fassungsvermögen muss zur Haushaltsgröße passen. Wer häufig Erträge aus dem eigenen Garten verarbeitet, Sonderangebote bei Tiefkühlkost nutzt oder gern vorkocht und einfriert, braucht ein größeres Kühl-Gefriergerät.

Ein Warnsignal ist ein wichtiges Element, wenn die Temperatur im Gefrierteil steigt. Störfälle werden mit einem akustischen oder optischen Signal rasch erkannt.

Zusammenfassend gilt, dass eine sehr billige Kühl-Gefrierkombination im Nachhinein oft teuer bezahlt wird. Wenn sich die Temperaturen nicht korrekt einstellen lassen, steigt der Energieverbrauch rapide an. Eine sehr gute Energieeffizienzklasse ist deshalb ein wichtiges Kaufargument. Eher kann man auf technische Besonderheiten wie die Steuerung per App verzichten. 

 

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