Küchenmaschine Vergleich

Inhaltsverzeichnis

Kaufratgeber für Küchenmaschinen

Berufstätige Menschen haben meistens wenig Zeit, sich dem Kochen zu widmen. Aber wer seinen Alltag gesund gestalten will, muss frische Gerichte kochen. Mit der Küchenmaschine kommt ein Helfer ins Haus, der viele Aufgaben in der Küche übernehmen kann. Zeitaufwändige Arbeiten wie das Schneiden von Gemüse oder das Kneten von Teig werden einfach der vielseitigen Maschine überlassen. Bleibt nur die Frage zu klären, welche Küchenmaschine die richtige ist – denn es existiert ein Riesenangebot verschiedener Ausführungen und eine lange Liste optionalen Zubehörs. Was ist wichtig für die eigenen Kochgewohnheiten? Welche Qualitätskriterien gibt es? Dieser Artikel gibt einen Überblick des Angebots und klärt wichtige Kaufaspekte.

Die drei Küchenmaschinen-Grundmodelle

Je nach Leistungsumfang werden drei Bauarten der Küchenmaschine unterschieden: 

1. Klassische Küchenmaschinen (mit Schwenkarm) 

2. Kompakte Küchenmaschinen 

3. Multifunktionale Küchenmaschinen

Die klassische Küchenmaschine

Das stellen sich die meisten vor, wenn sie an Küchenmaschinen denken: Ein Gerät mit einem zurückklappbaren Schwenkarm, der in eine passende Schüssel greift, die er gleichzeitig mit einem Spritzschutz-Deckel verschließt. Am Schwenkarm sitzt ein Rührbesen, ein Knethaken oder Rührhaken. Auch Schneidwerkzeug und anderes Zubehör lässt sich an diesem Schwenkarm installieren.

Die kompakte Küchenmaschine

Diese Ausführung kommt mit weniger Platz in der Küche zurecht. Sie erinnert an einen Standmixer, nur dass in dem Aufsatzbehälter leistungsfähige optionale Werkzeuge zum Schneiden, Hacken, Rühren und Aufschlagen integriert werden können.

Die multifunktionale Küchenmaschine

Der Name ist hier Programm. Das Gerät hilft nicht nur eigenständig bei den Zuarbeiten – es kann mithilfe von einem Kochfeld, Dampfgarer und Dampfsieb Gerichte zubereiten. Mixer, Entsafter, Pastawalze, Küchenwaage und andere hilfreiche Funktionen machen diesen Helfer zum Allrounder.

Tipp: 

Bevor du dich auf ein Küchenmaschinen-Modell festlegst, prüfst du den Platz in deiner Küche. Die wenigsten Menschen werden im Alltag ihre Küchenmaschine aus dem Schrank holen und nachher wieder verstauen. Große Schwenkarm-Maschinen wiegen durchaus zehn Kilogramm. Auch das Zubehör sollte in Griffnähe aufbewahrt werden. 

Die wichtigsten Funktionen der Küchenmaschine

Diese Funktionen sollte eine voll ausgestattete Küchenmaschine mit Schwenkarm besitzen: 

  • Nudel- und Brotteig rühren und kneten 
  • Eischnee und Cremes schlagen 
  • Gemüse hacken, schneiden, raspeln 
  • Saft pressen (als Zubehör) 
  • Fleisch durch den Wolf drehen (als Zubehör)

Die Auswahlkriterien der Küchenmaschine

1. Dieser Punkt wurde bereits im "Tipp" genannt: Sie muss in die Küche passen. 

2. Die Wattzahl. Die Gleichung "Je höher die Wattzahl, desto besser die Maschine" ist falsch.  

Die Wattzahl gibt die Leistung an, aber diese Leistung muss zu allen anderen Ausstattungsmerkmalen passen. Wichtiger als eine möglichst hohe Wattzahl ist die gute Verarbeitung der technischen Komponenten. Wird die Küchenmaschine zum Schlagen von Cremes/Eischnee und zum Gemüseschneiden eingesetzt, genügt eine Wattzahl zwischen 300 und 500 W. Wird mit ihr Getreide gemahlen, schwerer Teig geknetet und Fleisch faschiert, braucht es eine Leistung von maximal 1000 bis 1200 Watt. Noch leistungsstärkere Küchenmaschinen fallen im Privathaushalt unter den Begriff Energieverschwendung. 

3. Sicherheit: Alle Messer müssen vor direktem Zugriff geschützt sein. Gute  

Küchenmaschinen setzen sich nur in Gang, wenn der Deckel des Behälters fest aufliegt. Ein sicheres Gerät besitzt große stabile Saugnäpfe, durch die es unverrückbar auf der Arbeitsfläche fixiert werden kann. 

4. Schüsseln: Die besten Rührschüsseln sind aus Edelstahl – langlebig und unzerbrechlich. Ihr Fassungsvermögen muss darauf abgestimmt werden, wie viele Personen von der Küchenmaschine versorgt werden sollen. Die Faustregel lautet: Ein Liter Fassungsvermögen pro "Gast". 

Tipp: 

In die Küchenmaschinen-Ausstattung gehören mehrere Schüsseln, damit es während der Arbeit keine Verzögerungen gibt. Darum am besten gleich zwei Zusatzschüsseln kaufen – und vor dem Kauf darauf achten, dass der Hersteller diese im Angebot hat.

5. Rührsysteme: Feste Massen und Teige müssen professionell durchgewalkt werden. Kompaktgeräte sind in der Regel nur mit einem Knethaken ausgestattet, kommen damit aber gut zurecht. Für die großvolumige Rührschüssel der Schwenkarm-Küchenmaschine braucht es ausgefeiltere Technik. Planetarische Rührsysteme erfassen die Zutaten auch am Rand. Noch besser sind die 3D-Rührsysteme, die bis zum Rand kneten und von unten nach oben. 

6. Arbeitsgeräusch: Ja, eine Küchenmaschine ist laut. Lautstärke aber ist Definitionssache. Wer das Gerät vor dem Kauf ausprobiert, macht sich einen Eindruck davon, ob er mit dem Arbeitsgeräusch leben kann.

 

Achtung Bedienungsanleitung: 

Diese dicken Hefte werden von den wenigstens Menschen systematisch studiert. Eine Angabe sollte jedoch vor dem Kauf der Küchenmaschine in Erfahrung gebracht werden: die Kurzbetriebszeit. Diese definiert die maximale Arbeitszeit des Geräts – wird es darüber hinaus benutzt, überhitzt es. Beträgt die Arbeitszeitspanne bei beliebten Funktionen wie der Smoothie-Zubereitung nur ein bis zwei Minuten, empfiehlt es sich, ein eventuell teureres, aber praktischeres Gerät anzuschaffen. 

Zubehör

Eine Küchenmaschine ist wie ein Schweizer Taschenmesser. Nein, sie ist besser, denn im Gegensatz zum Taschenmesser lässt sie sich durch zahlreiche Zubehöre noch multifunktionaler machen. 

Achtung: Zubehör eignet sich nicht unbedingt für die Küchenmaschine, nur weil es vom selben Hersteller stammt. Bitte das Kleingedruckte lesen und herausfinden, ob das Zubehörteil wirklich für das Küchenmaschinen-Modell passt. 

  • Mixeraufsatz: Ein ungefähr tausend Milliliter fassender Mixbecher für Cremesuppen, Smoothies oder Milchshakes 
  • Saftpresse: Mit Zentrifugenfunktion zum Entsaften von Obst und Gemüsen. Für härte Obst- und Gemüsesorten und häufige Nutzung braucht es eine Küchenmaschine mit größerer Leistungspower (800 bis 100 Watt) 
  • Flachrührer: Dieser Einsatz dient perfekt zum Rühren schwerer Teig- und Schokoladenmassen 
  • Fleischwolf: Wer sein Hackfleisch selbst herstellt, weiß, was er hat. Der Fleischwolfaufsatz sollte verschiedene Lochscheiben besitzen. Und die Küchenmaschine muss leistungsstark sein 
  • Getreidemühle: Eine gute Getreidemühle, einzeln gekauft, belastet das Budget für die Küchenausstattung nicht unerheblich. Küchenmaschinen-Besitzer kommen günstiger davon, wenn sie sich ein entsprechendes Zubehör zum Mahlen kaufen. Es zerkleinert alle Getreidearten, lässt sich bestenfalls stufenlos verstellen und kann auch mit anderem Mahlgut wie getrockneten Pilzen "gefüttert" werden 
  • Speiseeisbereiter: Noch ein Equipment, das als Einzelgerät wesentlich teurer zu Buche schlägt. Mit Thermo-Kühlgerät und Spezialrührwerkzeug entsteht auf Knopfdruck erfrischendes Speiseeis 
  • Emulgierscheibe: Ein praktischer Aufsatz zum profimäßigen Anrühren von Mayonnaise und zum Verbinden komplizierter Saucen 

Fazit

Die Küchenmaschine ersetzt per Knopfdruck eine ganze Arbeitskraft. Wichtigstes Auswahlkriterium neben der hochwertigen Verarbeitung ihrer Komponenten: Sie muss in Dimensionierung und Funktionalität so gut wie möglich an die eigenen alltäglichen Küchenvorrichtungen angepasst sein.

 

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