Outdoor Kopfbedeckung

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Kaufratgeber für Kopfbedeckungen

Denkt man bei Outdoor Aktivitäten wie Wandern, Radfahren, Klettern oder Camping zwar eher an Beine und Arme, spielt auch der Kopf eine große Rolle beim Sport: Ohne den geht hier nichts. Denn gerade der Kopf, stetig seiner Umgebung ausgesetzt, ist sehr empfindlich: Die richtige Kopfbedeckung ist deshalb ein absolutes Muss für alle Outdoor-Aktivitäten. In diesem kleinen Guide erfährst du, worauf du beim Kauf der Kopfbedeckung achten musst.  

Was muss eine gute Kopfbedeckung leisten?

Oberstes Gebot: Schutz. Fast 80 Prozent der Körperwärme geht über den Kopf verloren. Die richtige Kopfbedeckung muss beim Aufenthalt im Freien deshalb vor allem vor Hitze und vor Kälte schützen. Ein guter UV-Schutz ist sommers wie winters natürlich ein absolutes Muss. Bei schweißtreibenden Aktivitäten sollte eine gute Kopfbedeckung außerdem feuchtigkeitsabsorbierend wirken und die körpereigene Verdungstungskühlung beim Schwitzen unterstützen. Bei längeren Reisen lässt sich die Kopfbedeckung idealerweise auch noch leicht transportieren oder gar im Koffer oder Rucksack zusammenknüllen – schließlich startet man die meisten Abenteuer ja meist nicht direkt von der eigenen Haustür aus.

Checkliste Kopfbedeckung:

  • Schutz vor Hitze, Kälte, Regen und Wind
  • UV-Schutz
  • atmungsaktiv
  • leicht transportierbar

verschiedene Arten von Kopfbedeckungen

Darüber hinaus gibt es jedoch unzählige Modelle ganz je nach Einsatzgebiet – für eine Safari braucht es natürlich eine andere Kopfbedeckung als für die Trekking-Tour im Schweizer Schnee. Hier findest du heraus, welche Kopfbedeckung sich für welche Bedürfnisse eignet:  

Funktionstücher:

Wahre Allroundtalente sind Funktionstücher. Oft findet man sie deshalb sogar unter dem Namen Multifunktionstücher und diesem Ruf werden die schlauchförmigen Bänder auch allemal gerecht: Oft aus Polyester, sind sie sehr atmungsaktiv und können vielseitig eingesetzt werden – ob als Headband, Mütze, Halstuch, cooles Piratentuch oder Sturmhaube. Die Funktionstücher bieten optimalen Schutz gegen UV-Strahlung und Schweiß, aber auch gegen Wind und Wetter. Viele Tücher bestehen anteilig aus Merinowolle, wodurch sie zusätzlich antibakteriell sind und somit geruchshemmend wirken. Sie sind damit ideal für Aktivitäten wie Skifahren, Snowboarden oder Motorradfahren, bei denen Wind und Geschwindigkeit eine Rolle spielen. Im Sommer schützen sie Wanderer vor Schweiß und Hitze. Unschlagbar sind die Funktionstücher auch beim Transport: Die leichten Tücher können nach Belieben zusammengeknüllt oder -gerollt werden und finden damit in jedem noch so vollen Rucksack Platz! 

Hüte:

Hüte sind vor allem für verhältnismäßig langsamere Outdoor Aktivitäten zu empfehlen – wie Wandern oder Camping. Eine breite Krempe sorgt für idealen UV-Schutz, für die Damen gibt es zum Beispiel schöne Sommervarianten aus Stroh. Allerdings kann die optimale Breite der Krempe variieren, schließlich verdecken allzu breite Krempen vorn die Sicht und kollidieren auf der Rückseite mit Rucksack oder Gepäck. Wichtig ist auch eine gute Belüftung. Viele Hüte haben heutzutage deshalb integrierte Gitternetze oder andere Öffnungen. Für Männer empfehlen sich Hüte im Indiana-Jones-Style: sogenannte Safari-Hüte aus Baumwolle, Wachsstoffen oder leichtem Leder, die viel Schatten spenden, Schweiß absorbieren und auch vor den lästigen Insekten schützen.  

Auch im schönsten Wander- oder Campingurlaub kann es jedoch mal regnen, deshalb empfiehlt es sich, sich zusätzlich einen Regenhut zuzulegen: Im Gegensatz zum Sonnenhut sind Regenhüte meist wasserabweisend und extra beschichtet. Wer auf Nummer sicher gehen will, packt ein Modell von jeder Sorte ein – oder checkt vor der Reise den Wetterbericht. Einziger Nachteil: Viele Hüte sind recht sperrig und lassen sich im Gepäck nur schwer zusammenfalten, ohne an Form zu verlieren. Zudem sollte man vorab testen, ob sich der Hut auch bei windigem Wetter gut auf dem Kopf hält.  

Kappen:

Kappen, die den Kopf nur teilweise bedecken, sind eine gute und leichte Alternative zu sperrigen Hüten. Die meisten Kappen lassen sich ganz einfach verstellen und können damit von kleinen wie von großen Köpfen gleichermaßen getragen werden. Ein großzügiger Schirm – so eine Kappe wird deshalb oft auch Schirmmütze genannt – schützt vor Sonneneinstrahlung, eine schweißabsorbierende Auflage am Kopf hält die Stirn schön kühl und trocknet Schweiß schnell und zuverlässig. Extraschutz bieten sogenannte Legionärskappen mit einem Tuch im Nacken: Hier sollte man darauf achten, dass das Tuch im Nacken schön flattert und somit besonders effektiv kühlt.  

Masken:

Wer größere Expeditionen vorhat oder auch beim Skifahren oder Snowboarden optimal geschützt sein will, greift auf eine Maske zurück, die nicht nur Kopf und Haare, sondern auch Teile des Gesichts bedeckt. Meist bleibt dann nur die Augenpartie frei, Stirn, Wangen, Nase und Kinn sind damit optimal geschützt gegen Wind und Kälte beim Wintersport, aber auch zum Beispiel gegen Schmutz, Staub, Sand und kleine Steinchen, etwa beim Mountain- oder Crossbiken. Hier sollte man natürlich unbedingt darauf achten, dass der Stoff atmungsaktiv ist und man also durch den bedeckten Mund und die Nasenlöcher gut Luft bekommt. Oft werden solche Masken als zusätzliche Isolierung unter einem Fahrrad- oder Skihelm getragen.  

Mützen:

Wenn es wirklich kalt wird, hilft nur noch eines: Eine gute Mütze wie damals auf der Rodelbahn. Eine gut gefütterte Mütze aus Strick schützt nicht nur den Kopf, sondern auch die Ohren und hält immer schön warm, bleibt dabei aber atmungsaktiv und trocknet schnell – schließlich will keiner geschmolzenen Schnee als nasse Tropfen auf Kopf und Haaren spüren. Die Auswahl ist dabei schier unendlich: Von Schiebermützen im angesagten Retro-Style über Beanies oder Bommelmützen bleibt im Winter wirklich kein Wunsch unerfüllt! Vorsicht nur bei Massenware, viele billige Mützen laden die Haare elektrisch auf oder jucken und kratzen unangenehm – hier lohnen sich etwas hochwertigere Modelle aus Merinowolle, denn die Wolle der Merinoschafe hält schön warm und ist garantiert kratzfrei.  

Stirnbänder:

Wenn es noch nicht ganz so kalt ist, ist in der herbstlichen Übergangszeit ein Stirnband als Kopfbedeckung ideal: Das hält die empfindlichen Ohren warm, lässt aber ansonsten genug Frischluft an den Kopf und stellt außerdem sicher, dass keine lästigen Haare beim Sport ins Gesicht fallen. Materialmischungen mit Merinowolle sorgen für ein weiches Tragegefühl. Einen extra Pluspunkt bieten Stirnbänder mit eingenähten Reflektor-Prints: So kann man auch in schwierigen Lichtverhältnissen optimal sehen – und wird von anderen gesehen, etwa bei der Laufrunde am Abend.  

Auf einen Blick: Welche Kopfbedeckung für welche Jahreszeit?

 

Unsere Empfehlung

Frühjahr und Sommer Herbst und Winter
Funktionstücher, Hüte, und Kappen schützen vor Hitze, nehmen Schweiß schnell auf und bieten zuverlässigen UV-Schutz Masken, Mützen und Stirnbänder halten warm, sind atmungsaktiv und trocknen schnell  
geeignet für Wanderungen, Mountainbiking oder Trekkingtouren  geeignet für Winteraktivitäten wie Skifahren, Snowboarding oder Rodeln

 

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