Koffergurte Vergleich

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Kaufratgeber für Koffergurte

Es ist der Albtraum jeder Reise: Das Auschecken im Hotel hat sich verzögert, dann stand das Taxi im Stau, vor den Sicherheitskontrollen am Flughafen bilden sich riesige Schlangen. Eilig rennt man mit seinem Koffer zum Gate – und dann passiert es: Die Kofferschnallen lösen sich, der Koffer klappt im Flug auf wie das Maul eines riesigen Ungeheuers und speit alle Inhalte quer über den Boden, vom Schlafanzug über die Mitbringsel bis zum Stofftier, ohne das man fern von Zuhause einfach nicht einschlafen kann. Die Würde ist weg – der Flug auch! 

Zugegeben, dieses Szenario ist etwas überspitzt und in dem Ausmaß auch nicht unbedingt alltäglich, doch kann es gerade im Flughafenchaos schnell mal passieren, dass die Schließen des Koffers versagen und statt uns Urlaubern unsere eingepackte Kleidung auf Reise geschickt wird. Dabei kann man das Schlamassel ganz einfach verhindern: Durch Koffergurte.

Was ist eigentlich ein Koffergurt?

Ein Koffergurt ist ein Band, das um den Koffer gelegt und festgezurrt wird und somit die beiden Kofferschalen zusammenhält – damit der Koffer seine Fracht behält, auch wenn sein Verschluss aufgehen sollte. 

Wozu ein Koffergurt?

Das Eingangsszenario hat es deutlich gemacht: Ein Koffergurt sorgt für mehr Stabilität und Sicherheit. Doch neben der Schutzfunktion erfüllen Koffergurte zusätzlich noch eine wichtige Aufgabe: Sie verleihen deinem Koffer Wiedererkennungswert. Denn gerade an Flughäfen oder Bahnhöfen kann man zwischen all den schwarzen, grauen und beigen Koffern in ähnlicher Ausführung schnell den Überblick verlieren. Ein buntes oder in anderer Hinsicht optisch auffälliges Band macht den Koffer somit zum Hingucker. Und das lohnt sich nicht nur aufgrund der Verwechslungsgefahr: Auffällige Koffer werden auch viel seltener gestohlen!  

Koffergurte, die meist für ganz wenig Geld – etwa zwischen fünf und zehn Euro – erworben werden können, lohnen sich also in vielerlei Hinsicht. Doch für welchen Koffergurt soll man sich letztlich entscheiden? Dieser kleine Guide hilft, das richtige Modell zu finden. 

Welche Koffergurte gibt es?

Derzeit werden vor allem drei Arten des Koffergurtes angeboten: der einfache Koffergurt, der Koffergurt mit Zwei-Wege-Technik und der Koffergurt mit integriertem Zahlenschloss. Welcher Gepäckgurt sich für welchen Reisetypen eignet, erfährst du hier.  

Einfacher Koffergurt:
Wie der Name schon sagt, ist der einfache Koffergurt das Basic-Modell: Er funktioniert wie ein breites Band, das quer oder längs um den Koffer gelegt und mit einer Schnalle befestigt wird. Den einfachen Koffergurt gibt es in vielen bunten Farben, die dem Koffer sofort Wiedererkennungswert verleihen. Ein weiterer Vorteil ist die Praktikabilität: Im Handumdrehen ist der Gurt nach dem Schließen des Koffers angebracht und das Gepäckstück stabilisiert. Allerdings hält dieser Gurt auch nur zwei Seiten des Koffers zusammen – wer noch mehr Sicherheit sucht, kauft den einfachen Gurt im Doppelpack oder greift gleich auf einen Zwei-Wege-Koffergurt zurück.  

Zwei-Wege-Koffergurt:
Der Zwei-Wege-Koffergurt ist gewissermaßen das doppelte Lottchen des einfachen Koffergurtes: Statt nur zwei umschließt dieser Gurt nämlich alle Seiten – zwei Gurte werden dabei kreuzförmig übereinander befestigt, sodass der Koffer auf Längs- wie auf Querseite daran gehindert wird, aufzugehen. Der Vorteil liegt dabei auf der Hand: Der Zwei-Wege-Koffergurt bietet einfach noch mehr Schutz und Stabilität. Allerdings ist er auch aufwendiger anzubringen und macht die Sache etwas kompliziert für Urlauber, die gerne im letzten Moment nochmal umpacken.  

Koffergurt mit Zahlenschloss:
Ein Gepäckgurt mit Zahlenschloss übertrumpft in Sachen Sicherheit alle: Es sorgt nicht nur dafür, dass die Kofferschalen zusammengehalten werden, sondern kann auch nur von Personen geöffnet werden, die die Zahlenkombination kennen: Die persönliche Fracht ist vor (neu)gierigen Blicken also bestens geschützt. Durch die aufwendigere Technologie sind diese Koffergurte allerdings meist etwas teurer und außerdem gilt es, sich zusätzlich zum Reisestress noch eine weitere Zahl zu merken – sonst kommt man am Ende selbst an sein Gepäck nicht ran.  

Ein Koffergurt mit integriertem Zahlenschloss kann seinen Trumpf vor allem bei Reisen in Ländern mit strengen Kontrollen wie zum Beispiel die USA ausspielen: Denn dort wird verlangt, dass die Koffer bei der Gepäckaufgabe offen bleiben, also weder mit einem Zahlenschloss oder per Schlüssel verschlossen, damit der Zoll nach Belieben das Gepäck untersuchen kann - sonst wird das Schloss einfach aufgebrochen. Neue Koffermodelle haben deshalb immer öfter ein sogenanntes TSA-Schloss, dass der Zoll öffnen kann, ohne ohne Schloss oder Koffer zu beschädigen. Wer aber noch ein altes Modell im Schrank hat und sich für die Reise nicht extra einen neuen Koffer kaufen will, legt sich einfach für ein paar Euro den passenden Koffergurt mit - aus genau dem Grund so genannten - Zollschloss zu!

Worauf sollte man beim Kauf des Koffergurtes achten?

Vor allem sollte man bei der Auswahl des neuen Gepäckgurtes darauf achten, dass er auch um den gewünschten Koffer passt und nicht etwa zu kurz ist; die meisten Koffergurte sind etwa 5cm breit und zwischen 80 und 220cm lang und in der Länge individuell verstellbar. Am besten den Koffer also vorher zu Hause ausmessen. Auch wenn die Gurte sehr günstig in der Anschaffung sind, sollte der Koffergurt gut verarbeitet sein und keine losen Fäden oder ähnliches aufweisen; auch ob die Schnalle verlässlich schließt, kann vorab getestet werden.  

Früher wurden die Koffergurte oft noch aus hochwertigem Leder gefertigt, die findet man heute aber weniger. Stattdessen werden die meisten Koffergurte samt Schnalle nun aus preiswerteren und vor allem viel strapazierfähigeren Kunststoffen wie Polyester oder Polypropylen hergestellt: Gerade reißfest sollte das Band ja sein. Die Schnalle arbeitet mit einem Schnapp- oder Klickverschluss.  

Wie schon erwähnt, ist es beim Kauf eines neuen Koffergurtes ratsam, ein möglichst auffälliges Design oder eine kräftige Farbe zu wählen, um den Wiedererkennungswert des Koffers zu steigern und sich somit vor Verwechslungen oder gar Diebstahl zu schützen.  

Ein schönes Extra, um den Koffer zu personalisieren, ist neben einer attraktiven Optik auch ein Koffergurt mit integriertem Namensschild: So bleiben wirklich keine Zweifel offen, wem das Gepäck gehört.  

Extra-Tipp: Werbepause 

Ganz besonders gewiefte Geschäftsreisende haben das Marketing-Potential der Koffergurte längst erkannt: Denn sie eignen sich auch ideal als Werbeträger. Einfach das Logo der eigenen Firma oder seine Botschaft auf den eigenen Gurt drucken lassen und als Werbegeschenk unter Kunden verteilen. So machst du Urlaub – und dein Koffer die Arbeit. 

 

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