Outdoor und Camping Jacken Vergleich

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Kaufratgeber für Outdoor und Camping Jacken

Gerade für gestresste Großstädter gibt es kaum etwas Erfrischenderes, als sich hin und wieder kurz vom hektischen Treiben der Stadt auszuklinken. Abgase gegen reine Luft eintauschen und das Business-Outfit gegen eine Outdoor Jacke – ein Ausflug in die Natur tut der Seele gut, ob für einen halben Tag oder sogar eine ganze Woche. Noch schöner wird die Auszeit vom Alltag, wenn man perfekt ausgestattet ist. Schließlich möchte niemand beim Camping oder beim Wandern frieren oder schon nach nur ein paar Regentropfen völlig durchnässt sein. Auf was man beim Kauf von Outdoor und Camping Jacken achten sollte, erfährst du hier.

Welche Arten von Outdoor und Camping Jacken gibt es?

Es gibt viele verschiedene Arten von Outdoor Jacken, die alle einem speziellen Zweck dienen:

  • Hardshell Jacken: Hardshell Jacken verfügen über eine Membran, die die Jacke von Außen gegen Wind und Wasser abschließt, ohne dabei an Atmungsaktivität zu verlieren. Sie sind robust, langlebig und halten je nach Ausführung auch dem ungemütlichsten Wetter stand. Es gibt sie in gefütterten oder ungefütterten Varianten, wobei unter einer ungefütterten Hardshell immer eine wärmende Softshell oder Fleece Jacke getragen werden sollte.
     
  • Softshell Jacken: Die flauschigen Softshell Jacken sind nur bei trockenem, wärmeren Wetter als Jacke geeignet – bei Kälte trägt man eine Softshell als mittlere Schicht, zum Beispiel unter einer Hardshell Jacke, denn Softshell Jacken sind nicht wasserdicht. 
     
  • Fleece Jacken: Ähnlich wie eine Softshell kann auch eine Fleece Jacke wunderbar als mittlere Schicht zum Einsatz kommen. Auch sie ist durch ihre weiche Oberfläche nicht wasserdicht, trocknet aber recht flott, sobald sie doch einmal nass wird. 
     
  • Daunenjacken und Kunstfaser Jacken: Äußerst warm und erstaunlich leicht – so lassen sich Daunenjacken und Kunstfaser Jacken wohl am besten beschreiben. Sie sind entweder mit echten Daunenfedern gefüllt oder aber mit einem synthetischen Pendant. Bei beiden Varianten ist das Prinzip aber gleich: Die Füllung speichert die Wärme, die der Körper von selbst produziert, und isoliert diese gegen die Kälte von außen. Die Preisspanne bei Daunenjacken und Kunstfaser Jacken ist groß – hier gibt es für jeden Geldbeutel das passende Stück.
     
wasserdicht wärmend
Hardshell Jacke ja nur mit Fütterung
Softshell Jacke nein ja
Fleece Jacke nein ja
Daunenjacke / Kunstfaser Jacke je nach Modell ja

Was gibt es für Besonderheiten?

Wer eine Outdoor und Camping Jacke kaufen möchte, sieht sich mit einer Flut an Begriffen konfrontiert, die alle auf die Besonderheiten eines Modells hinweisen. Dazu gehören die folgenden: 

  • Wasserdicht: Dank versiegelter Nähte, Säume und Reißverschlüsse kommt hier auch beim schlimmsten Regen kein Wasser durch. 
     
  • Wasserabweisend/wasserfest: Das Wasser perlt zwar an der Oberfläche ab, bei Dauerregen kann aber nicht garantiert werden, dass das Innere der Jacke trocken bleibt. 
     
  • Winddicht/windstoppend: Das Material ist so eng gewebt, dass kein Windstoß es durchdringen kann. Manchmal ist auch noch eine zusätzliche Membran in die Jacke eingearbeitet, die den Wind aufhält, dabei aber noch eine gute Atmungsaktivität gewährleistet.
     
  • Ultraleicht: Besonders für Camper und Wanderer, die auf schweres Gepäck verzichten müssen, eignen sich ultraleichte Jacken. Das sind in der Regel Daunenjacken oder Kunstfaser Jacken, die nur um die 300 Gramm wiegen.
     

Ist meine Jacke noch wasserfest?

Ob eine Outdoor Jacke noch wasserdicht bzw. wasserabweisend ist, lässt sich mit einem einfachen Test herausfinden: Die Jacke kurz unter einen Wasserstrahl halten (zum Beispiel in der Dusche oder mit Hilfe einer Gießkanne). Perlt die Flüssigkeit überall ab, ist die Jacke nach wie vor wasserfest. Bleibt jedoch eine nasse Stelle zurück, muss die Imprägnierung erneuert werden.
 

Aus welchem Material bestehen Outdoor und Camping Jacken?

Das erklärte Ziel einer Outdoor und Camping Jacke ist es, ihren Träger warm und trocken zu halten. Deshalb werden für die Jackenoberfläche Materialien verwendet, die Flüssigkeit nicht aufsaugen, sondern abperlen lassen – Baumwolle wäre hier eine ganz falsche Wahl. Stattdessen besteht das Oberflächenmaterial von Outdoor und Camping Jacken zu einem Großteil aus Kunstfasern wie Polyamid oder Polyester, manchmal sind auch noch Wolle, Elasthan oder Ähnliches mit eingearbeitet. Als Füllmaterial werden echte Gänsedaunen, Federn oder Kunstfasern verwendet. Welche Füllung man bevorzugt ist Geschmacks- und Budgetsache – wärmen können alle Varianten außerordentlich gut. 

Ist meine Jacke dauerhaft wasserdicht?

Jacken von guter Qualität sollten über viele Jahre lang hinweg wasserdicht bleiben, gegebenenfalls kann man aber durch das regelmäßige Einsprühen mit Imprägnierspray noch nachhelfen. Achtung: Durch kleinere Risse im Obermaterial, die zum Beispiel durch Stürze oder Ähnliches entstehen, kann die Wasserdichtigkeit einer Jacke schnell beeinträchtigt werden. Größere Risse sollten vom Fachmann geflickt werden, kleinere lassen sich mit Nadel, Faden und ein wenig handwerklichem Geschick selbst beheben. Anschließend sollte Imprägnierspray auf die Jacke aufgetragen werden. 

Wie viele Taschen sollte meine Jacke haben?

Das Angebot an Outdoor und Camping Jacken ist riesig – ebenso die Art und Anzahl der Taschen, über die die Jacken verfügen. Wie viele Taschen man an einer Jacke wirklich braucht, hängt ganz vom Einsatzzweck ab. Möchte man die Jacke nur zum Gassigehen mit dem Hund anziehen, reicht die klassische seitliche Tasche für jede Hand vollkommen aus, denn mehr Platz brauchen Schlüssel und Leckerlis nicht.

Soll die Jacke hingegen für längere Wanderungen genutzt werden, empfehlen sich zusätzliche Innentaschen und zwei Brusttaschen, zum Beispiel für den Ausweis, Blasenpflaster, Handy, Sonnenschutz etc. Bei Jacken, die zum Skifahren angezogen werden, ist oft noch eine zusätzliche Skipasstasche am Ärmel mit angebracht – so muss der Pass nicht jedes Mal umständlich herausgefummelt werden. Übrigens: Bei Outdoor Jacken, die zum Skifahren getragen werden, sollte der Helm unter die Kapuze passen. Viele Hersteller weisen explizit darauf hin. 

Outdoor Jacken der neuesten Generation verfügen außerdem über eine Handytasche, die sich im Inneren der Jacke befindet. So ist das teure Smartphone vor Wind und Wetter geschützt. 

Wie wasche ich eine Outdoor und Camping Jacke?

Grundsätzlich ist es keine schlechte Idee, die Jacke professionell reinigen zu lassen, wenn sie es denn nötig hat. Alternativ lassen sich Outdoor und Camping Jacken auch in der Waschmaschine reinigen – bei niedrigen Temperaturen und mit einem milden Flüssigwaschmittel. Bitte beachte auch die Waschhinweise, um die Jacke nicht irreparabel zu beschädigen. Achtung: Sobald die Jacke vollständig durchgetrocknet ist, diese unbedingt mit einem Imprägnierspray bearbeiten, um die Wasserdichtigkeit wieder herzustellen.

Der Einsatzzweck ist ausschlaggebend

Welche Outdoor und Camping Jacke nun für dich die richtige ist, lässt sich pauschal nicht beantworten, denn der Einsatzzweck ist ausschlaggebend. Möchtest du mit der Jacke einmal im Jahr Skifahren, sollte sie vor allem warm, wasserdicht und mit einem extra Fach für den Skipass ausgestattet sein; mittelpreisige Hardshell Modelle sind für diesen Zweck auch vollkommen ausreichend. Gehst du aber einmal im Monat auf ausgiebige Wandertouren, darf es auch das Luxus-Modell mit zusätzlicher Membran und vielen kleinere Taschen sein, die du über einer wärmenden Fleece Jacke trägst. 

 

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