Handmixer Vergleich

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Kaufratgeber für Handmixer

In jedem Haushalt gibt es eine Reihe von unverzichtbaren Küchengeräten. Neben Herd, Geschirrspüler und Kühlschrank gehören auch eher kleinere Helfer dazu, die das Kochen und Backen leichter und angenehmer machen. Hierzu zählt vor allem der gute alte Handmixer. Mit ihm kann nicht nur mühelos Teig geknetet, sondern im Handumdrehen auch Schlagsahne zubereitet oder Fruchtjoghurt gemischt werden. Angesichts des riesigen Sortiments entsprechender Geräte und der Vielfalt des Zubehörs fällt die Entscheidung für ein bestimmtes Modell oft nicht leicht. Der folgende Beitrag hilft dabei, den individuell am besten passenden Mixer zu finden und ärgerliche Fehlkäufe zu vermeiden.

Vor dem Kauf die richtigen Fragen stellen

Wo Großmutter oftmals zeit- und kräftezehrend mit Messer und Schneebesen selbst Hand anlegen musste, erleichtern elektrische Küchenkleingeräte heute das Kochen und Backen ungemein. Insbesondere Handmixer erfreuen sich seit Jahrzehnten gleichbleibender Beliebtheit. Ihre Handhabung ist denkbar einfach und sie unterstützen Hobbyköche genauso wie Gelegenheitsbäcker. Trotzdem ist nicht jeder Mixertyp für alle Aufgaben gleich gut geeignet und vor allem junge Menschen, die zum ersten Mal eine eigene Wohnung beziehen, sind mit der schier unüberschaubaren Produktvielfalt schnell überfordert. Daher ist es gut, vor dem Kauf ein paar grundsätzliche Fragen zu stellen: 

  • Welche Aufgaben soll der Mixer hauptsächlich erfüllen? 
  • Wird ein leises Gerät bevorzugt? 
  • Wie viel Platz steht für die Unterbringung zur Verfügung? 
  • Welches Zubehör wird benötigt? 
  • Wie weit ist die nächste Steckdose entfernt? (Kabellänge!) 

Aus den Antworten auf diese Fragen ergibt sich zumeist recht schnell ein konkreteres Bild, auf welchen Handmixer-Typ die Wahl fallen wird.

Grundausstattung "normaler" Handmixer: 

  • Leistung zwischen 450 und 500 Watt 
  • zwei Quirle 
  • zwei Knethaken 
  • Gewicht ca. 1 kg 

Das Standardgerät fürs Kuchenbacken: Ein leichter Mixer mit Quirlen und Knethaken

Ein gewöhnlicher 1- oder 2-Personen-Haushalt und auch die klassische Kleinfamilie ist vielfach mit einem leichten Handmixer mittlerer Leistung gut bedient. Gleichwohl muss zunächst geklärt werden, welche Aufgaben der Mixer in erster Linie bewältigen soll. Denn was nützt das schönste Küchengerät, wenn es für die anfallenden Arbeiten ungeeignet ist. Werden zum Beispiel sehr häufig Kuchen gebacken, dürfte ein Handmixer mit zwei Quirlen und zwei Knethaken die erste Wahl sein. Die Rührbesen werden normalerweise mühelos mit allem fertig, was weich ist oder eine eher flüssige Konsistenz besitzt. Für festere Teige wie beispielsweise Hefeteig oder für die Kuchenstreusel kommen dann die Knethaken zum Einsatz.

Leistungsstärken im Überblick 

  • Minihandmixer (z. B. für Mixgetränke, Soßen und Frappés): ab 30 Watt 
  • Geräte zum schnellen Mixen kleiner Teig- und Flüssigkeitsmengen (bspw. Rührkuchen): 250-300 Watt 
  • Rührgeräte für normale Beanspruchung: 450-500 Watt 
  • Handmixer mit Leistungsfähigkeit guten Küchenmaschinen (Kneten schwerer Teige, Nudel- oder Pizzateig): bis 1.000 Watt 

Form und Farbe entscheiden mit - aber nicht allein

Auch, wenn es weder mit der Leistungsfähigkeit, noch mit der Handhabung zu tun hat, spielen wie beim Autokauf auch beim Erwerb von Haushaltsgeräten Farbe, Form und Haptik natürlich eine Rolle. Gleichwohl darf ein Faible für bestimmte Äußerlichkeiten nicht so weit gehen, dass die Funktionalität darunter leidet. So kann beispielsweise ein hübscher rundlicher Handmixer im Alltag extrem unpraktisch sein, wenn ein Abstellen während oder nach verrichteter Arbeit nur schwer möglich ist. Besonders empfehlenswert sind hier Geräte, die sich auf eine gerade Seitenfläche abstellen lassen. Und bei der Haptik gilt: Eine raue Oberfläche fühlt sich zwar besser an, lässt sich aber viel schwieriger reinigen als eine glatte Fläche. Letztlich sollte dann auch immer darauf geachtet werden, dass sich insbesondere die Unterseite des Mixers gut säubern lässt, denn hier sind häufig hartnäckige Teigspritzer zu finden.

Welches Zubehör überzeugt wirklich?

Folgende Zubehörteile werden beim Handmixer sehr oft nachgefragt und im Küchenalltag häufig benötigt: 

  • Quirle: Fürs Rühren, Aufschlagen sowie das Vermengen von Flüssigkeiten und weichen Massen wie Eischnee, Joghurt, Sahne und Butter.  
  • Knethaken: Für das Kneten von mittelfesten bis schweren Teigen (Achtung: hier muss auf Überhitzung des Gerätes geachtet werden - notfalls Pausen einlegen!) 
  • Pürierstab: Zum Zerkleinern von Gekochtem oder von weichem Obst und Gemüse (Babybrei, Cremesuppen, Smoothies)

Sanftanlauf und Turbotaste

Ob ein Handmixer über mehrere Geschwindigkeitsstufen verfügen oder besser eine stufenlose Regelung haben sollte, ist sehr von den ganz persönlichen Vorlieben des Benutzers abhängig. Einige Handmixer verfügen über einen Sanftanlauf. Dieser ist insbesondere dann sehr sinnvoll, wenn mit dem Gerät häufig Flüssigkeiten gerührt werden. Die anfangs langsame Drehbewegung der Quirle sorgt dafür, dass lästige Spritzer vermieden werden. 

Sehr häufig verfügen Handmixer auch über eine Turbotaste, welche sich schnell als sehr nützlich erweisen kann. Bei laufendem Betrieb auf niedriger Stufe ist hier durch das Gedrückthalten dieser Taste eine kurzzeitige Drehzahlerhöhung bis zur Maximalleistung möglich. Ein Überhitzen des Motors wird durch die kurzzeitige Betätigung vermieden.

Sehr sinnvoll: Handmixer mit Auswurftaste

Beim Kauf eines neuen Handmixers sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass dieser über eine sogenannte Auswurftaste verfügt. Ein Betätigen dieser Taste sorgt dafür, dass die eingesetzten Rührstäbe nach getaner Arbeit oder beim Wechseln derselben fast wie von selbst aus dem Korpus fallen.

Welche Rolle spielt das Gewicht?

Wie bereits der Name erkennen lässt, wird ein Handmixer in der Hand gehalten. Er muss also so beschaffen sein, dass sein Gewicht nicht zu groß ist. Leider gibt es auf dem Markt dennoch beachtenswerte Unterschiede zwischen den einzelnen Geräten. So kommen einige Modelle mit gerade einmal 700 Gramm als wahre Leichtgewichte daher, andere bringen stolze 1,7 Kilogramm auf die Waage. Grundsätzlich lässt sich hier sagen, dass leichte Handmixer in jedem Fall die bessere Wahl sind - solange die Leistung stimmt und das Gerät auch sonst von hoher Qualität ist.

Fast schon eine echte Küchenmaschine: Handmixer als Kombigerät

Wer eine offene Küche mit großen Arbeitsflächen sein Eigen nennt und insgeheim mit einer Küchenmaschine liebäugelt, ist möglicherweise gut damit beraten, sich einen 2-in-1-Handmixer-Set zuzulegen. In diesem Bereich gibt es zahlreiche Modelle, die den Vergleich mit einer echten Küchenmaschine nicht zu scheuen brauchen.

Vorteile eines Kombigerätes:

Ein entspanntes und sauberes Arbeiten wird möglich

Der Tischständer sorgt dafür, dass beide Hände bleiben frei, um Zutaten abzumessen und beizufügen

Der integrierte Mixer ist auch als Einzelgerät nutzbar

Sinnvolles Zubehör (selbstdrehende Schüssel, kippbare Gerätehalterung u. ä.) oft inklusive

Einige Geräte besitzen ein integriertes Stauraumfach für Zubehörkomponenten

Nachteile eines Kombigerätes:

Nimmt deutlich mehr Stauraum in Anspruch

höherer Reinigungsaufwand

mehr Verschleißteile

Letztlich bleibt es natürlich immer auch eine Frage der persönlichen Bedürfnisse, ob die Anschaffung eines Kombigerätes sinnvoll ist, oder ob der gute alte Handmixer für die anfallenden Aufgaben ausreicht. 

 

 

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