Geschirrspüler Vergleich

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Kaufratgeber für Geschirrspüler

Es geht auch ohne, aber wer es einmal mit gemacht hat, kann es sich nicht mehr anders vorstellen: Die Rede ist natürlich vom Geschirrspüler. In Studentenzeiten noch Luxusprodukt, ist das Gerät zumindest in der Bundesrepublik inzwischen zu einem unverzichtbaren Alltagshelfer geworden – laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes waren im vorletzten Jahr 71,5% der deutschen Haushalte im Besitz einer Geschirrspülmaschine.  

Bei der alten Frage Spülen oder Nichtspülen sind die Argumente dabei klar verteilt: Spülmaschinen nehmen viel Zeit und lästige Arbeit ab und töten Keime zuverlässig, beim Abwasch von Hand spart man Geld und ist gleichzeitig ökologischer unterwegs – oder? Nicht ganz. Denn vor allem bei größeren Spülmengen muss das Wasser im Handabwasch öfter gewechselt werden; wer unter laufendem Wasser abwäscht und kein eigenes Spülbecken vorbereitet, erzeugt damit einen weitaus höheren Wasserverbrauch als ein Spülgang in der Maschine. Ob nun Handabwasch oder Spülmaschine ökologisch sinnvoller ist, hängt also vor allem von der Größe des Haushalts und der Menge an zu spülendem Geschirr ab. Fest steht: Ein Geschirrspüler erleichtert den Alltag um einiges an Arbeit – und Streitigkeiten –, beim Kauf gilt es jedoch einiges zu beachten. Dieser Guide gibt Hilfestellung.

Welcher Geschirrspüler für welche Küche?

Grundsätzlich wird zwischen drei Arten des Geschirrspülers unterschieden:  

  • freistehend:  

Ein freistehender Geschirrspüler verfügt über eine eigene Geräteabdeckung, das heißt, er kann, muss aber nicht unter der Arbeitsfläche eingebaut werden und somit frei im Raum stehen. Er kann optisch damit zwar nicht an die übrigen Küchenmöbel und -geräte angepasst werden, ist aber sehr praktikabel, da er beliebig und frei im Raum platziert werden kann (man nennt sie deshalb auch Solo- oder Standgeräte) und eignet sich für Haushalte ohne komplexe Einbauküche.   

  • teilintegriert: 

Bei einem teilintegrierbaren Modell wird eine Front auf die Tür der unter der Küchenzeile eingebauten Spülmaschine montiert, sodass sich das Gerät optisch gut in das Küchenensemble fügt – lediglich die Bedienleiste am oberen Rand bleibt sichtbar.  

  • vollintegriert:  

Wer ein optisch einheitliches und dabei ganz individuelles Küchendesign genießen will, wählt einen vollintegrierbaren Geschirrspüler, bei dem die komplette Vorderseite von einer passenden Küchenfront bedeckt wird; die Bedienblende findet sich bei diesen Modellen innen und wird bei geöffneter Tür betätigt – so stört wirklich nichts die eigens ausgesuchte Architektur der Küche!

Welche Größe?

Die meisten Geschirrspüler weisen eine Breite zwischen 40 bis 90cm auf, die Standardmaße liegen bei 45-60cm Breite. Noch mehr kommt es jedoch auf das Fassungsvermögen an: Dabei hat sich nach EU-Richtlinien die Norm 50242 etabliert. Diese misst in der Einheit „Maßgedeck“, ein Maßgedeck ist dabei eine festgelegte Anzahl von Geschirr und Besteckteilen und setzt sich folgendermaßen zusammen:  

  • 1x Essteller ø26 cm 

  • 1x Suppenteller ø23 cm 

  • 1x Dessertteller ø19 cm 

  • 1x Untertasse ø14 cm 

  • 1x Tasse 0,2 l 

  • 1x Trinkglas 250 ml 

  • 1x Messer 203 mm 

  • 1x Gabel 184 mm 

  • 1x Suppenlöffel 195 mm 

  • 1x Teelöffel 126 mm 

  • 1x Dessertlöffel 156 mm 

Als Standard gilt ein Fassungsvermögen von 12 Maßgedecken. Natürlich richtet sich dies letztlich jedoch genauso wie die Maße nach der Größe des Haushalts. Während ein Single- oder Paarhaushalt mit einer 40cm-Maschine auskommt, braucht ein großer Haushalt mit 5-6 Personen über 60cm und ein entsprechendes Fassungsvermögen!

Energie sparen – aber wie?

Da die Spülmaschine ja nur dreckiges Geschirr, nicht aber unnötig Strom fressen sollte, ist es unerlässlich, vor dem Kauf einen Blick auf die Energieeffizienzklasse des Gerätes zu werfen: Diese gibt an wie viel Energie im Verhältnis zur Leistung verbraucht wird und gibt somit Aufschluss über Kosten, aber auch über den grünen Fußabdruck des Geschirrspülers: Die Klassen reichen von A bis G. G ist dabei die schlechteste Klasse, die einen hohen Stromverbrauch kennzeichnet. Inzwischen werden Geschirrspüler der Klasse D-G allerdings gar nicht mehr hergestellt, zu empfehlen ist das effektive A+++ - das schont auf Dauer nicht nur das Konto, sondern auch die Umwelt.  

Ein kleiner Guide durch den Programmdschungel

Damit der Geschirrspüler auch wirklich eine lohnende und effiziente Investition bleibt, gilt es noch einiges zu beachten, nachdem man sein Wunschgerät gefunden hat: Vor allem wer die verschiedenen Programme kennt und gezielt einsetzt, kann von der Spülmaschine den besten Nutzen ziehen.   

  • Standardprogramm: Normalerweise spült der Geschirrspüler bei etwa 60-65 Grad.  

  • Schonprogramm: Dieses Programm spült mit niedriger Temperatur und wenig Spüldruck – und schon dabei edles Porzellan oder empfindliche Erbstücke.  

  • Intensivprogramm: Quasi das Gegenstück zum Schonprogramm: Um stark verschmutztes Geschirr zu reinigen, wird mit höheren Temperaturen von bis zu 75 Grad gespült. 

  • Kurzprogramm: Wenn es mal schnell gehen muss, spült die Maschine im Turbomodus nur leicht verschmutztes Geschirr oder Gläser in nur etwa 20 Minuten.  

  • Ecoprogramm: Um Energie zu sparen, wird bei einer niedrigeren Temperatur von nur etwa 45-55 Grad gespült – das schont die Umwelt, braucht aber auch etwas Zeit.  

  • Nachtprogramm: Da viele den Geschirrspüler unbemerkt arbeiten lassen wollen, haben viele Geräte inzwischen ein extraleises Nachtprogramm im Angebot: Dies spült mit einer Geräuschemission unter 40 Dezibel – das spart Nerven und dank günstigerer Nachtstrompreise oft sogar Kosten! 

  • Automatikprogramm: Der absolute Joker unter den Programmen: Das Automatikprogramm macht jedem das Leben leichter, denn dabei erkennt die intelligente Maschine selbst, wie voll sie beladen ist – und wählt dementsprechend die erforderlichen Einstellungen aus. Wer sich unsicher ist, kann damit also viel Wasser und Strom sparen.

 

Schon gewusst?

Ein besonders nützlicher Helfer des Geschirrspülers verbirgt sich hinter dem Zauberwort Aquastop: Damit man den Wasserlauf nicht jedes mal selbstständig auf- und zudrehen muss und damit Wasserschäden riskiert, unterbindet ein Aquastop-System den Wasserzulauf am Ventil, wenn der Wasserzulauf zu stark ist oder gar ein Rohr geplatzt ist - und schützt so vor Überschwemmungen!

Die goldenen Regeln des Geschirrspülens

Damit wirklich nichts mehr schief geht beim Geschirrspülen, zu guter Letzt noch einmal 5 goldene Regeln für den richtigen Umgang mit dem Geschirrspüler:  

  1. Vor dem Einräumen Essensreste und grobe Verschmutzungen entfernen 

  1. Nicht von Hand vorspülen: Bei stark verschmutzten Geschirrteilen reicht es völlig aus, Essensreste vorab im Abfall zu entsorgen, ansonsten wird unnötig Wasser verbraucht  

  1. Geschirrspüler möglichst vollständig, aber nicht übermäßig einräumen – so wird nicht unnötig Energie verbraucht und trotzdem jedes Geschirrstück trotzdem sauber 

  1. Mit Reiniger, Klarspüler und Salz den Geschirrspüler pflegen   

  1. Klug Programme wählen: Für jede Ladung und jeden Verschmutzungsgrad gibt es geeignete Programme – der Programmguide oben gibt Aufschluss 

 

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