Campinggeschirr Vergleich

Inhaltsverzeichnis

Kaufratgeber für Campinggeschirr

Gerade die Mahlzeiten sind besonders wichtig im Urlaub: Zu Tisch versammeln sich Freunde und Familie und teilen erst das Essen und später viele schöne Andenken. Denn ganz ehrlich, die meisten Erinnerungen an Urlaube hat man doch wegen des Essens: Die Apfelpfannkuchen zum Frühstück am See, das Sandwich als Belohnung nach der erfolgreichen Gipfelbesteigung, die Gemüsesuppe, die alle nach dem plötzlichen Gewitter in Italien so schön gewärmt hat. Für so einen Camping Trip zu packen ist also gar nicht mal so einfach, schließlich muss man im Wohnwagen oder im Zelt mit möglichst wenig auskommen, und will dabei doch nichts an Komfort missen. Beim Campinggeschirr hat man zwischen Porzellan, Melamin oder Bambus die Qual der Wahl: Dieser Guide verschafft einen kleinen Überblick über den Material-Dschungel.  

Was zeichnet Campinggeschirr im Gegensatz zum Alltagsgeschirr aus?

Herkömmliches Geschirr ist meist aus Porzellan oder Glas. Das macht die Teller und Tassen zwar widerstandsfähig, allerdings auch sehr schwer. Beim Campingurlaub kommt es vor allem auf möglichst wenig Gewicht an; außerdem wird erfahrungsgemäß etwas rabiater mit dem Geschirr umgegangen. Campinggeschirr sollte also leicht und gleichzeitig robust sein sowie einfach zu pflegen. Das Auge isst zwar mit, allerdings kann Design in dem Fall eine untergeordnete Rolle spielen – noch wichtiger sind Haptik und Praktikabilität. 

Checkliste Campinggeschirr:

  • stabil
  • kratzfest
  • leicht
  • gut abwaschbar

Porzellan

Porzellan ist der Klassiker unter den Geschirrsets. Viele fühlen sich mit der heimischen Porzellantasse am Frühstückstisch einfach am wohlsten, auch im Urlaub. Porzellan liegt schön in der Hand, sieht gut aus und ist natürlich sehr hochwertig. Allerdings wird Porzellan diese Qualität als Campinggeschirr oft zum Verhängnis: Das Material ist schwer und äußerst zerbrechlich. Denkbar ungünstig, wenn man bedenkt, wie es im Wohnmobil oft ruckelt und schaukelt, außerdem gilt ja gerade im Campingurlaub: Je weniger Gewicht man im Gepäck hat, desto besser. Damit Omas gutes Porzellangeschirr also heil bleibt, lohnt sich ein Blick auf andere Materialien auf dem Markt.

Melamin

Campinggeschirr aus dem Kunststoff Melamin ist deshalb gerade ganz groß im Kommen: Während es optisch und auch von der Haptik her recht nah an Porzellan rankommt, besticht Melamin durch ein leichtes Gewicht und maximale Bruchfestigkeit. Campinggeschirr aus Melamin gibt es in vielen bunten Designs, was natürlich auch bei Kindern super ankommt. Allerdings gibt es auch beim Campinggeschirr aus Melamin ein paar Stolperfallen: Da Melaminharz farblos ist, wird Farbdekor nur oberflächlich draufgemalt – und kann sich mit der Zeit abnutzen. Vor allem aber steht Melamin oft im Kreuzfeuer von Umwelt- und Gesundheitsexperten, denn bei Temperaturen von über 70° C setzt Melamin giftige Stoffe frei. Das Geschirr darf also weder in die Mikrowelle, noch in die Spülmaschine, beim Einfüllen heißer Speisen sollte man lieber vorsichtig sein, frisch gebrühter Kaffee aus der Melamintasse ist tabu. Darüber hinaus ist der Kunststoff nicht biologisch abbaubar und schwer zu recyclen, sein grünes Gewissen kann man damit also nicht beruhigen.

Bambus

Eine ökologische Alternative zum Campinggeschirr aus Melamin sind daher Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen wie beispielsweise Bambus. Geschirr aus Bambus ist, wie Melamin, extrem leicht und bruchsicher und die leicht raue Oberfläche fühlt sich dabei angenehm natürlich in der Hand an. Campinggeschirr aus Bambus lässt sich leicht abwaschen, ist allerdings nicht spülmaschinenfest oder mikrowellengeeignet, da das Material bei hohen Temperaturen leicht aufquellen und sich beim Einfüllen heißer Speisen außerdem eventuell verfärben kann. Die matten und etwas eintönigen Farben sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack, dafür punktet das Naturprodukt mit einer langen Haltbarkeit. Doch Vorsicht: Vor dem Kauf sollte man sich über die genaue Zusammensetzung informieren, denn in vielen Produkten werden Bambusfasern tatsächlich nur als Füllmaterial verwendet – und ansonsten mit Melaminharz versetzt. Das Krebsrisiko ist also auch hier ein Thema.

Emaille

Emaille ist sehr beliebt als Material für Campinggeschirr – kein Wunder. Es ist sehr robust, bruch- und stoßfest, trotzt durch seine Oberfläche aus hartem Glas Kratzern oder Schnitten und hat eine schöne Optik, die Modellen aus Keramik sehr nahe kommt. Campinggeschirr aus Emaille kann in die Spülmaschine, ist allerdings nicht mikrowellengeeignet, da Mikrowellen das Metall nicht durchdringen können. Einziger Nachteil: Emaille hat eine sehr hohe Wärmeleitfähigkeit, das heißt, bei einer Tasse mit frischgekochtem Tee oder Kaffee kann es schon mal zehn Minuten dauern, bis man den Henkel gefahrlos anfassen kann.

Opalglas

Eine moderne Alternative ist Campinggeschirr aus getempertem Opalglas. Tempern ist eine Wärmebehandlung über einen längeren Zeitraum, um die Lebensdauer von Materialien zu verlängern. Campinggeschirr aus Opalglas, das vorab erhitzt wurde, ist damit ganze zehn bis 50 Mal länger haltbar als unbehandeltes Glas. Leider ist das Material recht schwer, im Vergleich zu Porzellan dafür aber deutlich bruchsicherer. Getempertes Opalglas kann sowohl in die Mikrowelle, als auch in die Spülmaschine wandern. Kein Wunder, dass man es oft in Kindergärten, Krankenhäusern oder Altenheimen findet: Opalglas ist wirklich robust – ideal, falls im nächsten Campingurlaub mal die Teller fliegen!  

Auf einen Blick: So schneiden die verschiedenen Materialien im Vergleich ab

Porzellan Melamin Bambus Emaille Opalglas
Optik
Bruchsicherheit
leichtes Gewicht
mikrowellengeeignet
Spülamschinenfest
Stoßfestigkeit
Haptik
leichte Reinigung
keine Verfärbung

Was ist die beste Pflege für ein langlebiges Campinggeschirr?

Selbst wenn man im Campingurlaub nur selten eine Spülmaschine zur Hand hat, haben die spülmaschinenfesten Materialien den Vorteil, dass man sie am zuhause einmal gründlich tiefenreinigen kann, nachdem man das Geschirr im Urlaub nur mit Wasser und etwas Spülmittel abgewaschen hat. Deshalb ist es auch wichtig darauf zu achten, dass die Materialien selbst geschmacksneutral sind und den Tellern, die nur von Hand gewaschen werden können, bei der nächsten Mahlzeit nicht noch der Geschmack vom vorherigen Essen anhaftet.  

Porzellan, Emaille und getempertes Opalglas können in die Spülmaschine und sind deshalb unkompliziert zu reinigen, bei Campinggeschirr aus Melamin oder Bambus können sich dagegen nach einiger Zeit Rückstände oder Ränder, zum Beispiel von Kaffeeresten, bilden. Bambusprodukte schneiden dabei besser ab als Geschirr aus Melaminharz, das eine recht offenporige Struktur hat und somit besonders anfällig für Kratzspuren, Risse oder Rückstände ist. 

Unsere Empfehlungen

 

Nach oben