Vergleich Gefriergetrocknetes Essen

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Kaufratgeber für Gefriergetrocknetes Essen

Wer nicht einfach mit dem voll bepackten Auto auf einen Campingplatz fahren will, um dort eine Woche lang die Seele baumeln zu lassen, sondern lieber ausgedehnte Outdoor Touren unternimmt und jede Nacht woanders sein Zelt im Freien aufschlägt, sieht sich vor allem mit einem Problem konfrontiert: Alles, was man braucht, muss auf dem Rücken mitgeschleppt werden. Und auch wenn eine gute Ernährung gerade bei ausdauernden Touren enorm wichtig ist, will man neben Kleidung, Ausrüstung und Kosmetika nicht unbedingt auch noch eine Sterneküche samt Gewürzschrank mit auf den Berg tragen – der Rucksack ist ja schon schwer genug. Deshalb steht eines jetzt ganz hoch im Kurs bei aktiven Outdoor Freunden: gefriergetrocknetes Essen. Aber was ist das eigentlich und lohnt sich das wirklich? In diesem kleinen Ratgeber findest du alles Wissenswerte zu diesem Wundernahrungsmittel, das auf der nächsten Reise vielleicht schon in deinen Rucksack wandert.

Was ist eigentlich gefriergetrocknetes Essen?

Gefriergetrocknet sind Lebensmittel, denen in einem vorherigen Prozess der Dehydrierung das kristallförmige Wasser fast vollständig entzogen wurde. In luftdichte Kunststoff- oder Aluminiumtüten verpackt verlieren sie damit nicht nur bis zu 90 Prozent ihres ursprünglichen Gewichts, sondern sind auch extrem lange haltbar und damit ein idealer Versorger bei größeren Abenteuern im Freien. Perfekt also für den nächsten Camping Trip, bei dem der Campingplatz auch mal für längere Zeit verlassen wird. 

Wie wird gefriergetrocknetes Essen zubereitet?

Die Zubereitung der getrockneten Lebensmittel ist so praktisch wie einfach: Man braucht lediglich Feuer und Wasser. Nachdem du etwas Wasser auf deinem Gas- oder Spiritusbrenner erwärmt hast – je nach Produkt 250 bis 400 ml, die genauen Mengenangaben stehen stets auf der Packungsanleitung –, übergießt du deine Packung mit dem kochenden Wasser und lässt das Ganze in der wieder verschlossenen Tüte ziehen. Die meisten Packungen haben hierfür einen praktischen Verschlusszipper, der einfaches Öffnen und Wiederverschließen der Tüte ermöglicht. Auch die Ziehzeit variiert nach Packung, aber nach maximal 10 Minuten ist jedes Gericht genießbar – ohne viel Aufwand oder zusätzliches Zubehör! 

Man sollte lediglich an einen Löffel mit langem Stiel denken, da die meisten Packungen recht hoch sind – und einen zusätzlichen Teller mit in die Höhe zu schleppen würde das Ziel ja verfehlen! Echte Camper essen schließlich direkt aus der Packung.

Die Zubereitung von gefriergetrocknetem Essen - in 3 Schritten
1. Wasser kochen
2. Packung öffnen, mit kochendem Wasser übergießen und wieder verschließen, dann ziehen lassen
3. Etwas abkühlen lassen - fertig!

Welche Vor- und Nachteile gibt es?

or allem das geringe Gewicht machen gefriergetrocknetes Essen, das unter Kennern als Trekkingnahrung bezeichnet wird, zu einem unverzichtbaren Begleiter auf längeren Wander- oder Klettertouren – die flachen Packungen wiegen nur bis zu 100 g und verbrauchen kaum Stauraum im Rucksack. Die Tüten brauchen also nicht viel mehr Platz als eine Packung Pflaster und lästiges Besteck oder Geschirr spart man sich auch noch – die Tüten sind Topf und Teller in einem. 

Nach einem sportlichen und kräftezehrenden Tag hat man natürlich nur wenig Lust, noch viel Zeit zum Kochen aufzubringen. Schließlich ist Zeit kostbar und der Sonnenuntergang als Belohnung soll nicht verpasst werden – und auch hier punkten die praktischen Tüten. In gerade einmal 10 bis 15 Minuten sind die Gerichte verzehrfähig.  

Trekkingnahrung gibt es inzwischen von etlichen Herstellern und in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen – ob vegetarisch oder mit Fleisch, vom Hühnchen mit Reis über Rehragout mit Champignons bis zum Kaiserschmarrn bleiben keine Wünsche offen. Und zur nicht ganz unwichtigen Frage: Ja, schmeckt das denn auch?  Ja, das schmeckt tatsächlich! Natürlich nicht ganz so gut wie im Edelrestaurant oder bei Mutti, aber tatsächlich überzeugen die meisten Produkte auch im Geschmack – nur wer es gern gut gewürzt hat, sollte sich etwas Salz und Pfeffer zum Nachwürzen in die Tasche packen.  

Einziger Schwachpunkt: Der Preis. Mit bis zu 10 Euro pro Packung sind die Tüten mit der gefriergetrockneten Nahrung etwas teurer, andererseits bekommt man davon auch einen hungrigen Wanderer vielseitig versorgt und gestärkt. Nicht zu vergessen ist es die Unabhängigkeit und der Komfort, nach einem langen und anstrengenden Tag keinen Supermarkt oder eine Wirtschaft suchen zu müssen, der überzeugt. 

Vorteile Nachteile
leicht transportierbar und platzsparend (ca. 100g pro Packung) relativ teuer (bis ca. 10€ pro Packung)
extrem nahrhaft
lange haltbar
schnelle und einfache Zubereitung (ca. 10 min.)

Ist gefriergetrocknetes Essen denn auch nahrhaft und gut für meine Reise?

esonders wichtig ist es natürlich auf Outdoor Tages- oder Mehrtagestouren, optimal versorgt zu sein, schließlich zehrt so eine Wanderung ganz schön an den Kräfte. Und so schön der Ausblick vom Gipfel auch ist, am Ende des Tages ist noch keiner davon satt geworden. Am wichtigsten sind Kohlenhydrate, Proteine, Fette und Vitamine, um die nötige Power zu geben, Profis haben außerdem immer ein bisschen Olivenöl dabei: Wer das seinen Nudelgerichten dazugibt, wird mit einem Extra an Energie belohnt.  

Für leidenschaftliche Sportler ist die Trekkingnahrung deshalb ideal, denn in den Wundertüten stecken bis zu vier Mal mehr Nährstoffe als in vergleichbaren Fertigprodukten aus dem Supermarkt: Die meisten Produkte versorgen dich damit mit allen nötigen Kalorien, um am nächsten Tag wieder voll durchstarten zu können.  

Im Vergleich die Nährwerte einer Packung Spaghetti Bolognese (100g) im Durchschnitt:  

Fertiggericht vom Discounter gefriergetrocknete Trekkingnahrung
Brennwert 320 kcal 395 kcal
Fett 4,5g 10g
Kohlenhdydrate 56g 57g
Ballaststoffe 7g 4,1g
Eiweiß 12g 14g

Wie lange hält sich gefriergetrocknetes Essen?

Zum größten Vorteil von gefriergetrocknetem Essen gehört, dass es praktisch nicht schlecht werden kann. In seiner luftdichten Originalverpackung ist es also viele Jahre lang haltbar und kann auf der Wanderung am nächsten Wochenende genauso verwendet werden wie bei der Tibet-Tour in fünf Jahren. Am besten lagert man die Tüten an einem kühlen und trockenen Ort – also nicht auf dem Dachboden im Sommer, bei Kurzzeitlagerung von zwei bis drei Jahren sind aber selbst größere Temperaturschwankungen kein Problem. Das heißt, auf einer Höhenwanderung im Gebirge können auch schwankende Temperaturen oder Höhenunterschiede der Nahrung nichts anhaben. Einmal geöffnet verliert eine Packung mit gefriergetrocknetem Essen eventuell etwas an Geschmack, aber da die Gerichte portioniert und Wanderer nach einem Tag an der frischen Luft ausgehungert sind, bleibt eigentlich auch nie etwas übrig. 

Vorsicht!

Falls man sich auf seiner Tour so weit von der Zivilisation entfernt hat, dass Mülleimer vergebens gesucht werden, kann man die leeren Packung einfach wieder mit dem ZIP-Verschluss verschließen, einstecken und bei der nächsten Gelegenheit entsorgen - der nächste Wanderer freut sich, den Wald oder Berg so vorzufinden, als wäre vor ihm noch keiner dagewesen, und die Umwelt dankt es einem auch! 

 

 

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