Fritteusen Vergleich

Inhaltsverzeichnis

Kaufratgeber für Fritteusen

Viele Menschen liebäugeln mit einer eigenen Fritteuse für die heimische Küche. Beispielsweise Pommes schmecken einfach besser, wenn sie mit einem solchen Gerät zubereitet werden. Doch die große Auswahl der zur Verfügung stehenden Modelle führt oft zu einem Gefühl der Überforderung. Es ist nicht klar, welche Variante wirklich ideal zu den eigenen Vorhaben passt. Dieser Ratgeber soll helfen, eine informierte Entscheidung treffen zu können.

Die unterschiedlichen Fritteusenarten

Grundsätzlich sind drei unterschiedliche Fritteusenarten zu unterscheiden. Differenzierungsmerkmal ist die Art, wie die Speisen erhitzt werden:

  • Öl-Fritteusen (oft auch: Fett-Fritteusen) 
  • Heißluft-Fritteusen 
  • Kaltzonen-Fritteusen (kommt in den meisten Gewerbebetrieben zum Einsatz, die Speisen mit einer Fritteuse zubereiten)

Die Öl-Fritteuse

Die Fritteuse besteht aus einem Becken voller Öl. Unterhalb des Beckens befindet sich ein Heizelement, das für das Sieden des Fetts zuständig ist. Die Speise wird in das Öl-Bad abgesenkt und durch das siedende Fett frittiert. In der Regel geschieht mit Hilfe eines Siebs bzw. Netzes.

Vorteile:

Der typische Frittier-Geschmack, auf den viele Menschen Wert legen, bleibt erhalten.

Das Heizelement ist vom Becken getrennt und muss deshalb nicht gereinigt werden.

Das Frittieren gelingt vergleichbar schnell und ist einfach.

Nachteile:

Es bilden sich unangenehme Gerüche.

Das Öl am Boden des Beckens brennt leicht an.

Die Speisen sind ungesund.

Durch das heiße Öl besteht eine Verbrennungs- bzw. Verletzungsgefahr.

Von solchen Fritteusen geht eine hohe Brandgefahr aus.

Die Heißluft-Fritteuse

Dieses Modell arbeitet nach dem "Prinzip Backofen". In einem geschlossenen Raum werden die Speisen durch heiße Luft frittiert, die sie umströmt. Besonders zu beachten ist das Volumen, das eine solche Fritteuse haben sollte: Ausgangspunkt sind 1,5 Liter (für den Ein-Personen-Haushalt). Pro zusätzlicher Person, die theoretisch zeitgleich die Speisen verzehren könnte, kommen 0,5 Liter hinzu. Eine dreiköpfige Familie benötigt entsprechend ein Gerät mit einem Volumen von 2,5 Litern. 

 

Vorteile:

Verzicht auf Fett: Speisen sind wesentlich gesünder.

Vielfältigere Gerüchte können zubereitet werden, da heiße Luft die Umsetzung von mehr Rezepten als heißes Öl gestattet.

Heißluft-Fritteusen sind insgesamt sicherer.

Diese Geräte können wesentlich einfacher gereinigt werden, da keine Fettreste beseitigt werden müssen.

Die Fritteuse arbeitet geruchsfrei.

Nachteile:

Das typische "Frittier-Aroma" fehlt.

Der Stromverbrauch ist hoch.

Viele Modelle sind deutlich teurer als klassische Fritteusen.

Die Kaltzonen-Fritteuse

Die meisten Menschen, die einen Imbiss betreten, halten das dortige Modell für eine Öl-Fritteuse. Fast immer sind es aber eigentlich Kaltzonen-Fritteusen. Dies hat einen einfachen Hintergrund: Öl-Fritteusen laufen im Dauerbetrieb Gefahr, dass das Fett am Boden des Beckens anbrennt. Diesem Problem beugen Kaltzonen-Modelle vor. Der Sieder wird gemeinsam mit den Sieben ins Öl abgesenkt. Die größte Hitze besteht also direkt neben den zu frittierenden Speisen. Von hier aus breitet sich die Wärme seitwärts aus – und erst dann nach unten. Man spricht deshalb von "Kaltzonen". Besser wäre: "Nicht ganz so heiße Zonen." Verbrennungen am Beckenboden werden allerdings durch dieses Verfahren effektiv ausgeschlossen.

Vorteile:

Typischer Frittier-Geschmack.

Speisen werden schnell zubereitet.

Einfach in der Handhabung.

Das Fett am Beckenboden brennt nicht an.

Nachteile:

Es kommt zur Bildung unangenehmer Gerüche.

Die Fritteuse bedeutet eine erhebliche Brandgefahr.

Durch den Umgang mit heißem Öl kann es zu Verletzungen kommen.

Sicherheitstipps für den Umgang mit einer Fritteuse

Wer sich eine Fritteuse für die eigene Küche anschafft, ist leicht versucht, mit ihr unbedacht wie mit jedem anderen Küchengerät auch umzugehen. Leider ist dies falsch. Vor allem Kinder sollten nicht ohne Aufsicht mit Fritteusen kochen. Einige Sicherheitstipps sind generell zu berücksichtigen.

Fritteusen dürfen niemals unter der Dunstabzugshaube stehen 

Viele Menschen stellen ihre Fritteusen direkt unter die Dunstabzugshaube, um auf diese Weise den unangenehmen Gerüchen entgegenzuwirken. Dadurch entsteht leider ein erhebliches Brandrisiko. Die Hauben arbeiten mit einem Filter, der aus einer brennbaren Fettschicht besteht. Gerade von offenen Fritteusen steigt deshalb große Hitze nach oben und kann hier erheblichen Schaden anrichten. Tatsächlich ist es sogar lebensgefährlich, die Fritteuse direkt unter die Abzugshaube zu stellen. 

Fritteusen nach Benutzung immer deaktivieren 

Gerade Öl- und Kaltzonen-Fritteusen bedeuten auch ohne Dunstabzugshaube eine Brandgefahr. Nicht entferntes Fett kann sich in dem Gerät entzünden. Es ist deshalb wichtig, das Gerät nach jeder Benutzung wirklich zu deaktivieren. Ansonsten arbeitet das Heizelement weiter. Einige Hersteller gehen sogar einen Schritt weiter und raten mit Nachdruck dazu, sogar den Stecker zu ziehen. 

Nur mit Handschuhen und Schürze frittieren 

Gerade bei Öl-Fritteusen sowie bei Kaltzonen-Fritteusen verspritzt schnell heißes Öl. Bei jedem Frittiervorgang sollte man deshalb eine Schürze sowie Handschuhe tragen. Auf diese Weise wird die Fläche minimiert, auf welcher das heiße Fett direkten Kontakt mit dem Körper haben kann. 

Wenn du eine Fritteuse anschaffst, solltest du aus Sicherheitsgründen auch einen Feuerlöscher der Klasse F benutzen. Wenn es wirklich einmal zu einem Brand kommen sollte, hilft dieser am besten bei der Bekämpfung. Keinesfalls solltest du versuchen, mit Wasser zu löschen. Aufgrund der großen Hitze verdampft dieses sofort und vergrößert dabei sein Volumen um das 1700-fache. Der heiße Dampf schießt in die Höhe und fügt dir augenblicklich schwere Verbrennungen zu. Vermutlich sorgt er sogar dafür, dass die ganze Küche in Brand gerät.

Eine Fritteuse mit Hausmitteln reinigen

Heißluft-Fritteusen können mit feuchten Tüchern und etwas Spülmittel gereinigt werden. Bei den anderen Varianten ist es komplizierter. Prinzipiell gilt: Heißes Fett wird nicht weggeschüttet, da es zielsicher Abflüsse verstopft. Stattdessen sollte es aushärten. Dann kann es problemlos über den Hausmüll entsorgt werden. 

Die Fritteusen selbst werden wie folgt gereinigt: 

1. Mit Haushaltspapier wird so viel Fett wie möglich abgewischt. 

2. Gib danach Spülmittel (bei großen Verschmutzungen: Geschirrspül-Tablette) in die Fritteuse und fülle diese mit Wasser bis zur Markierung auf. 

3. Tue die Netze in das Gerät. 

4. Lass das Gerät 8 bis 10 Minuten kochen. 

5. Spüle die Maschine mit Wasser sowie etwas Essig aus. 

6. Erledige einen abschließenden Reinigungsvorgang mit warmem Wasser sowie einem Handtuch. 

Die Maschine sollte nach jedem Kochvorgang gereinigt werden. 

 

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