Eismaschinen Vergleich

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Kaufratgeber für Eismaschinen

Abgesehen vom Kindergeschrei aus dem benachbarten Freibad ruft wahrscheinlich nichts verlässlicher „Sommer!“ als frisches Speiseeis. Wäre es da nicht großartig, könnte man dieses Gefühl selbst herstellen und sich unabhängig von Jahreszeit oder Wohnort den Geschmack von Freiheit und Abenteuer in die Waffel holen?  

Tatsächlich gibt es ein Gerät, das dieses süße Versprechen einlösen kann: Mit einer Eismaschine ist jeder sein eigener Eismacher. Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich entweder in die Schlange an der Eisdiele stellen oder mit mittelklassigem Speiseeis aus dem Supermarkt begnügen musste. Dieser Guide zeigt, wie es gelingt – und worauf man beim Kauf achten sollte. 

Gute Nachrichten für Allergiker

Wer selbst Eis herstellt, hat nicht nur einen genauen Überblick über die Herkunft der Zutaten, sondern kann sich sein perfektes Rezept auch selbst zusammenstellen. Ob Lebensmittelunverträglichkeit, Bio oder vergane Einstellung: Mit der persönlichen Eismaschine kreiert man Nachspeisen ganz nach eigenem Geschmack. 

Und so funktioniert’s:

Eismaschinen haben im Wesentlichen zwei Jobs: kühlen und bewegen. Denn nachdem die Zutaten für das Wunsch-Eis in den Behälter eingefüllt wurden, werden sie miteinander vermengt und dabei gekühlt und somit zu Eis; damit die Masse jedoch schön cremig bleibt und nicht kristallisiert, ist wichtig, dass der Rührer in ständiger Bewegung ist.  

Die wichtigste Frage vorab: Mit oder ohne? 

Das Wichtigste bei der Herstellung von Eis ist natürlich Kälte. Der entscheidende Unterschied zwischen den Eismaschinenmodellen liegt deshalb in der Kühlung: Denn es gibt Eismaschinen mit und ohne selbstkühlenden Kompressor – erstere besitzen eine selbstkühlende Mechanik, letztere sind Geräte, die eine externe Kühlfunktion benötigen.  

Eismaschine ohne Kompressor: Eismaschinen ohne Kompressor besitzen meist einen herausnehmbaren Kühlakku, der im Gefrierfach bis zu 24 Stunden gekühlt werden muss, bevor mit der Eisherstellung begonnen werden kann. Spontane Eiskreationen fallen deshalb mit diesem Modell aus; außerdem beansprucht das Kühlen vorab viel Platz im Gefrierfach, auch danach muss das Eis oft noch ein paar Stunden nachkühlen. Außerdem kann man durch die lange Vorlaufzeit mit dieser Maschine nur eine Sorte aufs Mal produzieren. Dafür sind Eismaschinen ohne Kompressor jedoch schon für erschwingliches Geld zu erhalten und sind sehr einfach zu bedienen – und damit ideal für Einsteiger, die erst einmal in die Welt der Eisherstellung reinschnuppern wollen.  

Eismaschine mit Kompressor: Bei Eismaschinen mit Kompressor ist das Kühlelement bereits im Gerät integriert: Sie kühlen sich also von selbst. Das hat den unschlagbaren Vorteil, dass man ganz spontan mit der Eisherstellung beginnen kann und keinen Platz im Gefrierfach braucht. Außerdem kann man mehrere Sorten hintereinander produzieren und spart somit viel Aufwand und Zeit. Eismaschinen mit Kompressor sind also für Fortgeschrittene, die gern viel und effizient Eis kreieren, dafür aber auch ein paar Kosten wortwörtlich in Kauf nehmen – denn die hochwertigen Modelle sind nicht nur um einiges größer und lauter als die Maschinen mit externem Kühlakku, sondern haben auch ihren Preis. Mit zweistelligen Beträgen sollte man rechnen.

Darauf sollte man beim Kauf der Eismaschine achten

Nachdem die Frage des Kompressors geklärt ist, gibt es bei der Wahl der richtigen Eismaschine ganz nach eigenem Geschmack noch einige andere Dinge zu beachten.  

  • Motorleistung: Die Motorleistung ist für eine Eismaschine essentiell, da der Rührer in steter Bewegung bleiben muss, um die cremige Konsistenz der Masse zu gewährleisten und ein Kristallisieren oder Hartwerden zu verhindern. Auch bei billigen oder kleineren Modellen sollte man deshalb auf die Motorleistung achten und keine allzu großen Abstriche machen.  

  • Bedienung: Gerade für Anfänger ist eine einfache Bedienung wichtig: Schließlich will man nicht durch komplizierte Anleitungen oder unzählige Einzelschritte von der wunderbaren Tätigkeit der Eisherstellung verprellt werden. Beim Kauf also darauf achten, dass die Bedienung leicht und unproblematisch erfolgt und die Maschine die meisten Schritte für einen übernimmt.  

  • Funktionen: Damit kommen wir auch zu den speziellen Funktionen der Eismaschine: Denn manche Geräte können einem ganz schön unter die Arme greifen – Modelle mit Abschaltautomatik beispielsweise signalisieren, wenn das Eis die perfekte Konsistenz erreicht hat, andere haben ein integriertes Display, auf der man die Restlauftzeit des Rührprozesses immer im Blick hat. Eine automatische Nachkühlfunktion ist besonders praktisch, wenn man nicht viel Platz im Gefrierfach hat und trotzdem mit dem Verzehr noch ein paar Minuten warten will – etwa bis die Gäste angekommen sind.  

  • Füllmenge: Eismaschinen gibt es in verschiedenen Größen; manche haben ein Fassungsvermögen von 0,5l, andere können 2,5l Eis produzieren – das sollte je nach Bedarf abgewogen werden. Vorsicht: Die Angaben beziehen sich immer auf das Endprodukt, nicht die Einfüllmenge! Durch den Luftzuschlag beim Rühren vergrößert sich das Volumen des fertigen Eises. Wer also keine Sauerei haben will, sollte die Eismaschine nie bis zum Rand befüllen. 

Und nach dem Vergnügen?

Eismaschinen sind ziemlich dankbare Geräte und bedürfen nicht viel Pflege. Da die Arbeit mit frischen Lebensmitteln jedoch immer Gefahren bergen kann, sollte man sie dennoch nach jedem Gebrauch sorgfältig reinigen und ein paar Dinge beachten: 

Vorsicht Gefahrenherd Bakterien:

Bei der Verwendung von frischer Milch und sahne gilt immer ein gewisses Risiko. Damit Bakterien keinen Nährboden erhalten, sollte man die Maschine nach jeder Benutzung gründlich von Lebensmittellrückständen und Fettresten befreien.

 

Einige Einzelteile sowie die Dichtung der Eismaschine können am besten mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel gereinigt, das Gehäuse mit einem feuchten Tuch abgewischt werden; auch der Kühlakku von Eismaschinen ohne Kompressor lässt sich so am besten säubern. Das Rührwerk und die Schüssel lassen sich bei den meisten Eismaschinen sogar herausnehmen und können in der Spülmaschine tiefengereinigt werden. Um den Motor nicht zu beschädigen, sollte man beim Saubermachen immer darauf achten, dass kein Wasser ins Gehäuse der Maschine läuft. Wenn doch einmal etwas Eis ins Innere gelangt, reicht es, das Gehäuse vorsichtig mit einem feuchten Tuch abzuwischen. 

 

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