Backofen Vergleich

Ein Backofen darf in keiner Küche fehlen, um leckere Kuchen, den wohlschmeckenden Weihnachtsbraten oder beispielsweise die selbstgemachte Pizza zuzubereiten. Doch die Auswahl eines passenden Modells fällt vielen Köchinnen und Köchen schwer. Das Angebot ist zu breit. Wir möchten dir mit diesem Ratgeber helfen, einen neuen Backofen zu finden, der deinen Ansprüchen gerecht wird.

Inhalt

Kaufratgeber für Backöfen

Einbau- oder Standbackofen?

Grundsätzlich hast du die Wahl zwischen zwei Backofen-Varianten: Erstens Stand- und zweitens Einbau-Modelle. Einbaubacköfen bieten den Vorzug, dass sie für einzelne Küchen maßgeschneidert passen. Du findest in der Beschreibung des Geräts Kompatibilitätsangaben und kannst so problemlos erkennen, ob es sich für deine Küche eignet. Dafür ist die Inbetriebnahme durch den Einbau mit größerem Aufwand als bei einem Standbackofen verbunden. 

Die Auswahl von Standbacköfen ist zudem größer. Dies bedeutet, dass es leichter fällt, Geräte mit bestimmten Funktionen zu finden. Zudem kannst du dich auch einfacher für ein preisgünstiges Modell wie beispielsweise einen Minibackofen entscheiden.

Backofen und Herd getrennt oder gemeinsam? 

Früher war es üblich, dass sich Backofen und Herd im selben Gerät befanden. Noch immer sind solche Modelle weit verbreitet. Allerdings setzt sich langsam der Trend durch, Backofen und Herd zu trennen. Der Vorteil dabei ist, dass beide Küchengeräte in einer angenehmen Arbeitshöhe angeschlossen werden können. Allerdings steigt im Gegenzug der Platzbedarf.

Mini, Kompakt oder Standard: Die drei typischen Backofengrößen 

Der Platzbedarf eines Backofens dürfte für dich allgemein eines der wichtigsten Entscheidungskriterien sein. Die folgende Tabelle soll dir dabei helfen, einen schnellen Überblick zu gewinnen, ob das Modell, das du im Auge hast, in deine Küche passt.. Grundlegend wird dabei zwischen den drei Typen bzw. Größen Mini, Kompakt und Standard unterschieden.

Typ Höhe Breite
Minibackofen bis zu 38 cm bis zu 55 cm
Kompaktbackofen bis zu 45 cm bis zu 55 cm
Standardbackofen 59 cm 55 cm

Zwei wichtige Hinweise: Bei der Tiefe eines Backofens solltest du 15 cm zu den Angaben hinzurechnen, die dir der Hersteller bietet. Dieser zusätzliche Spielraum wird gewöhnlich für die Kabellage notwendig. Zudem gibt es einige Backöfen, bei denen die Ofentür breiter als der Rest ist. Ihre Breite beträgt 59,5 cm statt der sonst üblichen 55 cm. Darauf solltest du gezielt achten.

Diese Funktionen erfüllt ein Backofen

Grundsätzlich erfüllen Backöfen die folgenden Funktionen: 

  • Backen 

  • Erhitzen 

  • Auftauen 

  • Garen 

  • Warmhalten 

  • Schmoren 

Optional verfügen einige Backöfen noch folgende weitere Fähigkeiten:[Textflussumbruch] 

  • Grillen 

  • Pizzastufe 

  • Spezielle Programme zur Nahrungszubereitung 

 

Welche der Funktionen ein Backofen wie gut erfüllen kann, hängt wesentlich von seiner Ausstattung ab. Zu unterscheiden sind dabei Heizarten und Zusatzgeräte.

Die drei typischen Heizarten eines Backofens 

Typischerweise verfügen alle Backöfen über Unter- sowie Oberhitze. Schließlich eignet sich diese für fast alle Speisen und wird insgesamt am häufigsten verwendet. Heizspiralen sind dabei sowohl an der Decke, wie auch am Boden des Ofens angebracht. Sie arbeiten in der Regel gleich stark. 

Weit verbreitet ist auch die Umluft. An der Rückseite des Ofens befindet sich jetzt noch ein Ventilator, der die heiße Luft im Backraum verteilt. Umlufthitze wird beispielsweise zum Backen, zum Warmhalten oder zum Garen benötigt. 

Die dritte Variante ist die Heißlufthitze. Ein Ringheizkörper tritt in diesem Fall an die Stelle der Heizspirale. In ihm befindet sich ein Ventilator, der die Wärme verteilt. Solche Öfen können insgesamt höhere Temperaturen erreichen und gelten als am leistungsstärksten. 

Im Alltag merkst du die Unterscheidung vor allem an einer Sache: Mit Ober- und Unterhitze kannst du nur ein Blech verwenden. Umluft und Heißluft gestatten es, zwei bis drei Ebenen gleichzeitig zu nutzen. 

In den Backofen integrierte Zusatzgeräte 

Praktisch alle modernen Backöfen verfügen über eine Pizzastufe. Häufig vertreten ist auch ein Grill. Zunehmend populärer werden zudem Modelle mit integrierter Mikrowelle. Schließlich sparst du dir so in der Küche ein zusätzliches Gerät. Gute Backöfen sind außerdem mit einem Dampfgarer ausgestattet.

Tipps für Ungeduldige 

Neue Backöfen verfügen häufig über die Funktion "schnelles Erhitzen", die per Tastendruck angefordert werden kann. Sie ersetzt das Vorheizen. Das Gerät erreicht in ein bis zwei Minuten die angeforderte Betriebstemperatur. Einige ultramoderne Varianten gehen sogar noch einen Schritt weiter. Sie sind mit dem Internet verbunden und so Teil des Smart Homes. Du kannst beispielsweise das Vorheizen über dein Handy anstellen oder während des Backens die Temperatur verändern. Was im ersten Moment wie eine lustige Spielerei klingt, wird wirklich praktisch, wenn du beispielsweise zeitgleich arbeiten und kochen musst.

Weiteres nützliches Zubehör als Ausstattung des Backofens

Backöfen sind üblicherweise mit weiterem Zubehör ausgestattet. Als besonders wertvoll im Alltag haben sich die folgenden Geräte erwiesen: 

  • Ofenthermometer 

  • Kurzzeitwecker 

  • Display 

  • Kindersicherung 

  • Zeitschaltung 

  • Drehspieß

Einen Backofen reinigen: Sisyphos-Arbeit vermeiden

So vielseitig und praktisch Backöfen auch sind, eine Aufgabe bereitet insbesondere den Besitzern von älteren Modellen Kopfzerbrechen: Die Reinigung. Oft lassen sich die Speisereste nur mühsam in einer langwierigen Kleinarbeit entfernen. Glücklicherweise hat die technische Entwicklung auch diesbezüglich für Erleichterungen gesorgt. Wie umfangreich diese ausfallen, ist allerdings stark davon abhängig, wie viel Geld du auszugeben bereit bist. Gängig unterschieden werden drei Lösungen, ansteigend im Preis:

  • Emaille 

  • Katalyse 

  • Pyrolyse

Emaille

Emaille ist eine spezielle Beschichtung, die für eine besonders glatte Oberfläche Sorge trägt. Schmutz kann sich auf diese schlechter absetzen. Leider ist diese Beschichtung ausgesprochen empfindlich. Sie kann durch Schwämme und aggressive Scheuermittel leicht beschädigt werden

Katalyse

Auch in diesem Fall ist die Oberfläche im Ofen besonders glatt. Sie ist allerdings zusätzlich mit Partikeln ausgestattet, die Schmutz in Wasserstoff und Kohlendioxid umwandeln. Dies geschieht schon während Erhitzungsphasen. Leider gilt auch in diesem Fall, dass die Oberflächen empfindlicher sind als man sich das wünschen würde. 

Pyrolyse

Die beste Reinigungslösung ist die Pyrolyse. Der Ofen ist dabei mit einer speziellen Funktion ausgestattet, die den Innenraum auf 500 bis 600 Grad erhitzt. Die Schmutzteilchen verglühen einfach, anschließend kannst du sie auswischen. Wirklich praktisch ist dies beispielsweise auch, wenn du Bleche hast, die sich auf herkömmlichem Wege kaum mehr säubern lassen. Neben dem Preis ist die Pyrolyse allerdings mit noch einem weiteren Nachteil verbunden: der Zeit. Ein solcher Reinigungsvorgang kann bis zu zwei Stunden dauern. 

Weitere Tipps für den Kauf von Backöfen

Die richtige Energieeffizienzklasse 

Gerade Elektro-Backöfen können echte Stromfresser sein. Du solltest deshalb die Energieeffizienzklasse besonders berücksichtigen. Die mögliche Bestbewertung lautet A+++. Die schlechteste Note, die ein Backofen bekommen kann, ist D. Grundsätzlich gilt: Alle Geräte, die wenigstens auf ein A kommen, sollten deine Stromrechnung nicht übermäßig belasten.

Lärmentwicklung 

Backöfen können sehr laut werden. Deshalb befindet sich stets eine entsprechende Angabe in den Informationen zu dem jeweiligen Gerät. Entweder wird die Lautstärke in Dezibel (dB) oder die Geräusche-Emission als Schulnote angegeben. 40dB oder weniger gelten als "sehr gut" bzw. "1". 

Smart-Funktionen 

Die Smart-Funktionen waren bereits Thema bei der Fernsteuerung des Ofens. Sie können aber noch mehr. Beispielsweise verfügen neue Modelle über eine Rezepte-Datenbank. Die Zubereitungsanleitungen lassen sich nach und nach über das Display oder über das Smartphone abrufen. Wenn es um ein Gericht geht, das ausschließlich im Backofen zubereitet wird, spart dir die Datenbank sogar Arbeit: Es ist nicht mehr notwendig, als die Zutaten vorzubereiten, sie in das Gerät zu stellen und auf Start zu drücken. 

Optik: Retro-Schick oder futuristisch-modern? 

Ebenso zahlreich wie die Ausstattungsmerkmale sind auch die auch Designs, in denen du einen Backofen kaufen kannst. Voll im Trend liegen beispielsweise Retro-Backöfen, die optisch an ihre Großväter aus den 1950er Jahren erinnern. Häufig gefragt ist auch ein futuristisch-moderner Look. Wenn du es zurückhaltender magst, wirst du natürlich ebenfalls fündig. Bei der Optik entscheidet einzig dein Geschmack. Bei den Funktionen musst du keine Einschränkungen durch ein anderes Designs in Kauf nehmen – abgesehen von Mini-Backöfen, die wegen des geringeren Raums mit weniger Zusatzgeräten ausgestattet sind

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